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Der Deutsche Manager.

 
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Der Deutsche Manager. - 6.11.2006 9:48:46   
peter-k

 

Beiträge: 634
Mitglied seit: 29.7.2004
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Erst machen sie den Arbeitnehmer in Deutschland zur Sau. Dann zerstoeren sie beinahe systematisch renommierte, profitable Unternehmen. Und jetzt machen sie Deutschland vor der ganzen Welt laecherlich.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,446646,00.html
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Re: Der Deutsche Manager. - 6.11.2006 14:49:27   
oelfinger


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Deshalb sind das ja auch keine Manager mehr sondern eher Damager....

(in Bezug auf peter-k)
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Re: Der Deutsche Manager. - 6.11.2006 16:02:12   
GermanRider

 

Beiträge: 479
Mitglied seit: 11.11.2005
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Ja was wurde hier gelästert als der Stromausfall in den USA war,
kann hier nicht passieren usw.
Wäre besser wenn wir hier vor der eigenen Tür kehren...
Oder glaubt jemand bei einer entsprechenden Sturmflut z.B. in Hamburg würde es tatsächlich besser laufen als in New Orleans

Die primäre Aufgabe eines Managers ist, für eine vorgegebene Kapitalverzinsung des Eigentümers/Geldgebers der Firma (meistens eine Bank) zu sorgen, seine ihm bei Erfolg zugesicherten, persönlichen Gewinnchancen lassen ihn dabei über Leichen gehen, was sonst !

Peter, was heißt "beinahe" systematisch ? Sie tun es systematisch, klar steckt da ein System dahinter !

Gruß, Tom

(in Bezug auf peter-k)
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Re: Der Deutsche Manager. - 7.11.2006 1:28:17   
peter-k

 

Beiträge: 634
Mitglied seit: 29.7.2004
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quote:

Ja was wurde hier gelästert als der Stromausfall in den USA war,
kann hier nicht passieren usw.
Wäre besser wenn wir hier vor der eigenen Tür kehren...
Oder glaubt jemand bei einer entsprechenden Sturmflut z.B. in Hamburg würde es tatsächlich besser laufen als in New Orleans


Genau so ist es mir auch gegangen, genau diese Erkenntnis ist mir auch gekommen. Was fuer eine Enttaeuschung.


quote:


Die primäre Aufgabe eines Managers ist, für eine vorgegebene Kapitalverzinsung des Eigentümers/Geldgebers der Firma (meistens eine Bank) zu sorgen, seine ihm bei Erfolg zugesicherten, persönlichen Gewinnchancen lassen ihn dabei über Leichen gehen, was sonst !
Gruß, Tom


Ich glaube das war mal. Heutzutage wirtschaften die ausschliesslich in die eigene Tasche. Denen geht es einen Dreck darum was der Eigentuemer will, und noch weniger was eventuelle gesellschaftliche Folgen sind.

3 bis 4 Jahre lang werden durch (kaputt)Sparmassnahmen die Profite (scheinbar) hochgepuscht, die Eigentuemer mit dienlich gemachten Bilanzen die rosigsten Wachstumsraten vorgegaukelt, und mit smarten Action Plans die besten Zukunftszenarios versprochen. Dann streicht man zum Millioneneinkommen noch ein paar Millionenpraemien ein und macht sich aus dem Staub, bevor das Kartenhaus zusammenbricht! Den richtigen Zeitpunkt weiss man ja selbst am Besten, also - nix wie auf zum naechsten "Schiffe versenken"! Treffer - schon wieder 3000 Mann ueber Board!

Gruss
Peter

(in Bezug auf peter-k)
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- Was mir zum Beitragstitel einfällt ... - 9.11.2006 12:46:41   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
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Re: Der Deutsche Manager. - 10.11.2006 1:05:16   
peter-k

 

Beiträge: 634
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Eine ganze Generation von Managern versagt.


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,447336,00.html

(in Bezug auf peter-k)
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Re: Der Deutsche Manager. - 10.11.2006 11:49:36   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
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quote:

Erst machen sie den Arbeitnehmer in Deutschland zur Sau. Dann zerstoeren sie beinahe systematisch renommierte, profitable Unternehmen. Und jetzt machen sie Deutschland vor der ganzen Welt laecherlich.


http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/128189.html

hallo Peter,

mich erinnert der Beitragstitel ja eher an das Mannesmann-"Bravourstück" der
Deutschen Vorstandselite, sich vor allem die eigenen Taschen zu füllen. Pikant
dabei ist, dass die Mannesmann-Übernahme letztlich vor allem durch den Deutschen
Steuerzahler über eine Luxemburgische Gesellschaft refinanziert wird ...

Und was den von Dir eingebrachten Fall betrifft, da erinnere ich mich einfach
gerne an die Zivilcourage von » Marianne Bachmaier.

Irgendwo hat schliesslich alles eine Grenze und der "Spass" ein Ende.

Gruss
Christian

(in Bezug auf peter-k)
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Re: Der Deutsche Manager. - 12.11.2006 9:52:11   
peter-k

 

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Das sage ich Dir - wenn ich der Vater waehre, noch so eine Situation und ich wuerde auch eine Pistole mit in den Gerichtssaal nehmen. Ich weiss gar nicht wie die Familie das ertragen kann.

(in Bezug auf peter-k)
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Re: Der Deutsche Manager. - 12.11.2006 9:55:01   
peter-k

 

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Der Deutsche Manager ...

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,447922,00.html


... ist einfach schlecht, egal wo er sitzt.

(in Bezug auf peter-k)
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Koch wie Kanther ???? - 14.11.2006 22:17:49   
Christian Beuthe

 

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Nur mal zur Erinnerung:

Grundgesetz Artikel 14

(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

--------------------------------------------------------------------------------

hallo Peter,

Dein vorstehender Spiegel-Link erinnert mich jetzt wieder mal ganz aktuell an die Dt. Telekom.
Wie kann ein ehemaliges und z. T. noch immmer in Bundesbesitz, sprich Allgemeineigentum
befindliches Unternehmen und vor allem die im Aufsichtsrat involvierten Bürgervertreter so eben
mal zigtausend Beschäftigte entlassen? Wo bleibt da der Sinn für das Allgemeinwohl, wo bleibt
die Verantwortung für die Bürger ...

ES REICHT!

Gruss
Christian

(in Bezug auf peter-k)
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Re: Der Deutsche Manager. - 17.11.2006 2:56:43   
peter-k

 

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Wenn ich sowas lese frage ich mich ob das echt ist, oder doch vielleicht ein Druckfehler? Ob der Setzer etwa Deutschland mit Pakganistan oder Ost-Timurski verwechselt hat? Der Schaden welcher durch solche Berichte im Ausland entseht ist unermesslich.

Wenn jetzt jemand fragt was hat das mit den Managern zu tun: Ja, das wurde auch alles gemanaged, die Schulen, die soziale Situation, usw..

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,449015,00.html

(in Bezug auf peter-k)
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Re: Der Deutsche Manager. - 19.11.2006 4:15:22   
peter-k

 

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Und jeden Tag Berichte ueber die krimminelle Energie, die mittlerweile in diesen Kreisen arglos offen gelegt wird. All das zeigt, das halten die fuer normal! Was bitte haben die eigentlich waeherend ihres Studiums gelernt? Wie man eiskalt abzockt?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,449325,00.html

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Re: Der Deutsche Manager. - 23.11.2006 0:24:40   
peter-k

 

Beiträge: 634
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Status: offline
In jede Ecke in die man leuchte sieht man einen dampfenden Scheisshaufen. Jeden Tag wenn man will.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,450197,00.html

(in Bezug auf peter-k)
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Die totale Volksverarsche ?! - 30.11.2006 13:21:55   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
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"Nur noch 4 Millionen Arbeitslose ..."

« Angela Merkel: Der Aufschwung ist geschafft »

Ob unsere First Lady wirklich ihre eigenen Worte glaubt, kann ich mir sogar glatt vorstellen. Wie war das noch, wer
entlässt wieviele Beschäftigte? 2 oder 3 oder Viertausend? Hier und dort und eigentlich überall ist das in den letzten
Tagen immer wieder zu lesen. Mit einer Ausnahme: Conergy, ja genau der Solarhersteller will 1.000 neue Arbeitsplätze
in Ostdeutschland schaffen. Sehr löblich. Echt.

Aber egal was Frau Merkel auch sagt, ich treffe nur Leute, egal welchen Alters, welcher Herkunft und welchen Einkommens,
alle stellen fest, dass ihr Geld weniger wert ist und dass sie sparen müssen. Wie erklärt sich das? Oder wie kommt dieser
Artikel in der » FAZ zustande? Für meine Begriffe ganz einfach: Wir stehen in einem globalen Wettbewerb, dass heisst wir
in Deutschland müssen uns mit Konkurrenz aus aller Welt auseinandersetzen. Bei einer grossen Deutschen Bank sieht
das z. B. so aus, dass die EDV-Betreuung neu ausgeschrieben wurde. Ein Deutscher Anbieter nimmt aufgrund seiner
Kostensituation 60,- EUR pro IT"ler je Stunde, ein indisches Angebot lautet lediglich über 30,- EUR. Bis auf die räumliche
Distanz weist das Angebot eigentlich keine Unterschiede aus ...

Oder China bringt neue Billigprodukte auf den Deutschen Markt, die auch noch gekauft werden, weil ja das Realeinkommen
stets sinkt (zumindest bei den meisten) - und in der Folge werden wieder weniger Beschäftigte in good teuer Germany
benötigt. Für meine Begriffe ist die Zahl der 4 Mio. Arbeitslosen Augenwischerei, denn ich meine, die 1,- Euro-Jobber
fallen ganz aus der Statistik heraus, nur was helfen Niedrigeinkommen dem einheimischen Konsum ???? Niente.

Tja, die Zusammenhänge erkennen, darum geht es glaube ich. Leider ist das nicht allen klar. Ach, übrigens - mein
Nachbar lässt gerade seinen Garten umgestalten - von einem Trupp billiger osteuropäischer "Dienstleister".

Geiz-ist-dumm-Gruss
Christian

(in Bezug auf peter-k)
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Re: Der Deutsche Manager. - 30.11.2006 21:41:49   
GermanRider

 

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Noch vor der letzten Wahl haben sich einige Politiker bestimmer Gruppierungen damit gebrüstet "unumkehrbare Tatsachen" geschaffen zu haben.
Nun die haben wir nun, Global Players die ganze Volkswirtschaften gegeneinander ausspielen, immer in den Ländern mit den niedrigsten Kosten produzieren oder einkaufen und den Müll in den Ländern mit der höchsten Kaufkraft verkaufen. So wird Global Player Milliadär.
Und ist ein Land zu Grunde gerichtet geht es in Nächste.
Ob sich die Abwärtsspirale noch mal aufhalten läßt wage ich zu bezweifeln.

Den Aufwärtstrend halte ich auch für übertrieben und ehemals gut bezahlte Arbeiter wurden nach langer Arbeitslosigkeit wieder eingestellt, zu schlechten Konditionen. Paßt ins Konzept.

Tom

(in Bezug auf peter-k)
Private Nachricht senden Post #: 15
THINK! - 1.12.2006 19:20:13   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
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hallo Tom,

ja, da kann ich Dir nur vollumfänglich zustimmen. Oder mit anderen
Worten: dümmer geht"s nimmer wie kläglich wir an der Globaliesierung
scheitern. Wobei mir auffällt, dass gerade auch die Medien so gesehen
vaterlandspatriotisch nixx drauf haben. Schau" Dir doch gerade mal die
Automobilpresse als Beispiel an: Da werden manche Yapaner über den
Klee gelobt und wer kauft dann noch Autos made in Germany?

Oder weil"s mir gerade Gestern aufgefallen ist: Ich bin selber blöd, habe
ich doch eine Lichterkette made in China an die Weihnachtstanne im
Garten gehängt !!!! - Wir kaufen Zeugs, dass in diesem Fall nicht mal
billig war (aber schon nach kurzer Zeit nicht mehr funzte!) - und in
China feiert man nicht mal Weihnachten oder etwas derartiges, aber wir,
genauer in dem Fall ich, steck" denen die Kohle auch noch hinten rein ...

Ich glaube wirklich, viel bekloppter geht"s echt nimmer.

Gruss
Christian

(in Bezug auf peter-k)
Private Nachricht senden Post #: 16
Re: Der Deutsche Manager. - 3.12.2006 19:45:00   
GermanRider

 

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Sag das nicht Christin, eine Steigerung gibt es immer
Habe ich doch gelesen, es wurde voller Stolz verkündet, eine High Tech Anlage zur Herstellung innovativer Kunststoffe, in Deutschland entwickelt, für rund 100 Mio. nach China verkauft.
Klasse Geschäft
Wie lange wird es wohl dauern bis wir aus umgekehrter Richtung dann mit billigen High Tech Fertigprodukten überschwemmt werden, dann gehen diese Arbeitsplätze hier auch verloren. UND angeblich liegt doch Deutschlands Zukunft gerade in solchen Arbeitsplätzen, oder habe ich da mal wieder etwas falsch verstanden ?
Angefangen vom Verkauf der Zündapp Werke, über gute, große Stahlwerke, die Spielzeugindustrie, Magnetschwebebahnen, bis hin zur High End Fertigung, um nur einige aufzuführen, blöd Deutschland verkauft alles für lau. Ein paar machen ein kurzfristiges Geschäft, der Arbeiter schaut mittelfristig in die Röhre. :Legende_2 from Germany
Servus
Tom

(in Bezug auf peter-k)
Private Nachricht senden Post #: 17
Re: Der Deutsche Manager. - 17.1.2007 12:42:31   
peter-k

 

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Spiegel Ueberschrifften der letzten Tage


13.01.2007
Korruptionsverdacht gegen Manager von Aldi, Tengelmann und Metro

14.01.2007
Sonntag

15. Januar 2007
Gericht plant kurzen Prozess
In der VW-Affäre um Schmiergelder und Lustreisen auf Konzernkosten steht ab Mittwoch der frühere Personalvorstand Peter Hartz vor Gericht. Der einstige Topmanager ist wegen Untreue und Begünstigung des Betriebsrates angeklagt. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

16.01.2007
SCHMIERGELDAFFÄRE
Siemens vertagt Entlastung von Ex- Vorständen
Zwei frühere Siemens-Vorstandsmitglieder sollen auf der Hauptversammlung Ende Januar nicht entlastet werden. Grund sind die Ermittlungen um schwarze Kassen und Schmiergeldzahlungen.

17. Januar 2007
VW-AFFÄRE
Sexpartys und Vergnügungsreisen


"Am Wochenende geoehre ich meiner Familie."

gezeichnet
Der Deutsche Manager

(in Bezug auf peter-k)
Private Nachricht senden Post #: 18
Re: Der Deutsche Manager. - 17.1.2007 16:39:51   
GermanRider

 

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Servus Peter,
na die zehn Jahre für Hartz sind ja wohl vom Tisch, läuft alles auf Bewährung hinaus...., er soll VW geschadet haben
Er hat VW genützt denn welcher frisch gevög..... Betriebsrat wird sich noch ernsthaft für die Lohninteressen der Belegschaft einsetzen :
Vermute daß die Vögelmillionen letztendlich dem Konzern viel mehr Kohle erspart haben als ein teurer Tarifabschluß, oder habe ich da mal wieder was verkehrt verstanden :

Einen kleinen Fuzzi der mit geklauten Computerteilen im Wert von 225 K-Euro gehandelt hat verdonnert man zu 6,5 Jahren...

Es war vor 1000 Jahren so und vor 500 und heute, die Großen läßt man laufen, die Kleinen werden gehängt. Dabei ist es scheißegal ob sich die Staatsform gerade Monarchie, Diktatur, oder Demokratie nennt...

Servus,
Tom

(in Bezug auf peter-k)
Private Nachricht senden Post #: 19
Re: Der Deutsche Manager. - 18.1.2007 4:29:47   
peter-k

 

Beiträge: 634
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Es gab immer Uebeltaeter, Schmierenmaxe und Vorteilsnehmer. Das ist nun mal Teil der menschlichen Natur.

Die Grenze ist da, wo es anfaengt einem anderen zu schaden. Was die in den letzten Jahren machen schadet nicht anderen, sondern allen.

Gruss
Peter

(in Bezug auf peter-k)
Private Nachricht senden Post #: 20
Re: Der Deutsche Manager. - 26.1.2007 1:48:48   
peter-k

 

Beiträge: 634
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Werd" mal schauen wie ich an die Firmenkasse komme. Wenn"s aufliegt kann ja dann immer noch ein paar kuschelige Vereinbarungen mit Justizia treffen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,462320,00.html


und auf volles Verstaendnis der Eigentuemer bauen, denn die kennen das ja alles aus echter eigener Erfahrung Aktionaere schonen die Siemen Spitze ,


und genau darum mit der wohligen Verschwiegenheit der Firmenspitze rechnen Daimler soll Schrempp-Rücktritt 18 Tage lang verschwiegen haben.


Stattdessen hackt man lieber auf einen kleinen betrogenen Motorradkaeufer herum. Oh "tschuldigung, falscher Fred.

Herzliche Gruesse
Peter

(in Bezug auf peter-k)
Private Nachricht senden Post #: 21
Re: Der Deutsche Manager. - 26.1.2007 10:34:47   
GermanRider

 

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naja, da ist das Urteil ja so gekommen wie vorausgesehen,
die Gerechtigkeit hat gesiegt...

Ja, ja, das doppelzüngige Gejammere über "Schmiergeldzahlungen" ist groß.
Schon die Verteiler von Großaufträgen signalisieren bei Zeiten daß sie gerne auch ein Stück vom großen Kuchen hätten
Soll nun der Bieter den moralischen Edelmenschen spielen und den zukünftigen Auftraggeber anzeigen ?
Wie groß wäre denn das Geschrei wenn die Firma den Auftrag NICHT AN LAND ZIEHT und damit Umsatz, Steuern und Arbeitsplätze VERLOREN gehen ????????????
Wenn unsere Regierung großzügig deutsche Luxuslimusinen an ausländische Politiker verschenkt, IST DAS ETWAS ANDERES ???????
(Ja, es ist eben die Regierung....)

Ja, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, sagt man.
Gilt wohl weltweit das Prinzip

So muß eben der schöne Schein gewahrt werden und es wird kräftig rumgeheult und rummoralisiert,
dabei weiß jeder daß es weltweit auf allen Ebenen so, oder so ähnlich läuft.

Basta
Tom

(in Bezug auf peter-k)
Private Nachricht senden Post #: 22
Re: Der Deutsche Manager. - 27.1.2007 6:59:17   
peter-k

 

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Tom ich wehre mich dadgen das alles als normal abzutun. Das war niemals normal. In den nun vorliegenden Dimensionen hat es das nie gegeben, und auch niemals so offen und unverschaemt. Diese Kriminellen waren wohl zu oft in China und denken jetzt das sei normal.

Aber das jetzt, das ist sogar der Bild Zeitung zuviel. Und das will schon was heissen. Siehe Headlines von 25 u. 26. "Muessen Reiche jetzt nicht mehr in Gefaengnis", und "Luxusrente fuer vorbestraften Hartz".

Der Spiegel der gleichen Woche:

>>>
Hartz IV soll nicht mehr nach Hartz heißen

Der Name "Hartz" taugt nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Struck nicht mehr als Name für die Arbeitsmarktreform. Begründung: Der Begriff sei diskriminierend.
<<<


Egal ob die Esser, Ackermann, Hartz, Kleinhirn oder wie auch immer heissen - alles gleich. Ich kann keine persoenlichen Einzelheiten nennen. Ich arbeite als Manager im 4. Glied eines Unternehmens mit etwa 8000 Beschaeftigten. Sei dem ich mit denen da oben etwas enger zusammen sitze, ich hab" meinen Respekt vor denen zu 100% verloren.

(in Bezug auf peter-k)
Private Nachricht senden Post #: 23
Re: Der Deutsche Manager. - 27.1.2007 10:51:53   
GermanRider

 

Beiträge: 479
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Status: offline
Peter, den Respekt habe ich schon vor vielen Jahren verloren,
als junger Mensch glaubt man noch an Ideale, Gerechtigkeit und all den Mist. Nach ein paar Jahrzehnten hat man erkannt was es ist, eben Mist !

Es dreht sich alles nur um Macht und Geld, übrigens sehr schön dargestellt in dem Film "Herr der Ringe" als der alternde "Beutling" der den Ring der Macht widerspenstig abgegeben hatte, und ihn später nur noch einmal berühren wollte, und sich beim Griff danach sein Gesicht in eine gierige Fratze verwandelte.

So läßt der Griff nach der Macht den Menschen sich verändern, Habgier, Rücksichtslosigkeit, Neid und Hochmut gewinnen die Oberhand.

Madam Simonis ließ drei oder viermal wählen bis sie begriff, es ist vorbei,
Schröder hatte verloren, er wollte weiterregieren, Kohl und Stoiber haben auch geglaubt das Zepter nicht abgeben zu müssen, und der alte Pabst hat es auch erst mit dem Tod fallen lassen.
Die Reihe ließe sich unendlich fortsetzen, die Machtstrukturen reichen hinunter bis in den Kindergarten.

Alle Versuche durch andere Regierungsformen eine bessere Gesellschaft zu gründen sind gescheitert.

Wie sagt ein alters Chinesisches Sprichwort ? "Hänge einem Schwein eine goldene Kette um, es bleibt dennoch ein Schwein"

Die Frage ist wie lange lassen sich Menschen von anderen Menschen unterdrücken ?
Wann platzt den Unterdrückten der Kragen ?
Wie weit werden sie gehen um ihre Situation zu ändern ?

Ich füge hinzu daß die Unterdrückten von heute die Unterdrücker von morgen sind.

Wahrscheinlich könnte ich ein ganzes Buch darüber schreiben, aber ändern würde ich auch nicht viel, eher gar nichts.
Es ist eine durchaus gewollte Eigenschaft, die Resignation, die die Mega-Manipulatoren, den "Untergebenen" anzüchten.

Anyhow, let's have a beer
c.u.
Tom

(in Bezug auf peter-k)
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Re: Der Deutsche Manager. - 1.2.2007 7:33:49   
peter-k

 

Beiträge: 634
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Status: offline
quote:

Es dreht sich alles nur um Macht und Geld, übrigens sehr schön dargestellt in dem Film "Herr der Ringe" als der alternde "Beutling" der den Ring der Macht widerspenstig abgegeben hatte, und ihn später nur noch einmal berühren wollte, und sich beim Griff danach sein Gesicht in eine gierige Fratze verwandelte.


Diese Szene habe ich in lebhafter Erinnerung. Eine der beeindruckendsten Szenen in diesem Film.

Das Schlimme ist, ein gesunden Unrechtsempfinden scheint einfach nicht mehr vorhanden zu sein. Recht hat wer rafft was in Reichweite ist, egal ob er"s braucht oder nicht. Jeder versteht den Raffer.

In meinem Level gibt es keine Freunde mehr, nur noch zweckgebundene Allianzen, die manchmal recht lang und manchmal sehr kurz sein koennen. Jede Woche koennen sich solche Gruppierungen aendern, je nachdem was einem persoenlich nutzt und wer einem dabei helfen koennte. Jeder weiss der andere rafft, und wer nicht rafft ist ein "komischer Fuzzi". Eiskalt. Noch "hoeher" muss es noch schlimmer aussehen.

Wenn ich den Spiegel Online von heute lese, dann ist"s wahrscheinlich schon recht das ich nicht mehr sooo jung bin.

Tom schoenen Dank fuer die Diskussion.

Gruss
Peter

(in Bezug auf peter-k)
Private Nachricht senden Post #: 25
Geier kennen kein Erbarmen! - 1.2.2007 14:08:03   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
Mitglied seit: 26.9.2004
Status: offline
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,457310,00.html


« Deutschland spart sich TOT »


hallo Peter,

ja, Deine Zweckallianzen lassen sich auch als Ende der menschlichen Illusionen einer heilen
und schönen Welt bezeichnen, denn was im Wirtschaftsleben passiert ist Krieg und er fordert,
wie überall, seine Opfer. Tag für Tag.

Gestern war ich seit längerem mal wieder in Frankfurt und musste mit echtem Bedauern leider
feststellen, dass zwei meiner Lieblingsgeschäfte schliessen. Dabei handelt es sich um ein ex-
klusives Innenausstattungsgeschäft mit hochpreisigem weil hochwertigem Warenangebot und
einen ebensolchen Delikatessladen auf der Fressgass. Ich finde das hier in diesem Rahmen so
bemerkenswert, denn die Fressgass (eigentlich Grosse Bockenheimer Str.) ist in FFM eigentlich
"DIE" Einkaufsmeile für Besserverdiener, wenn ich denn die zahlreich auflaufenden Banker und
die dort ebenfalls reichlich vertretene Anwaltszunft mal als solche bezeichnen darf. Beide Läden
schliessen also, weil die notwendige zahlungskräftige Kundschaft quantitativ ausbleibt, wie ich
mir im persönlichen Gespräch mit den mir gut bekannten Nochgeschäftsinhabern sagen liess.

Ich füge meine Erlebnisse also mal hier vorstehend ein, sind sie doch bezeichnend dafür, was
im Moment in Deutschland passiert. Heute publizierte die DEUTSCHE BANK AG ihre guten
Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. Ehrlich, Deutschlands grösste Privatbank hat sich
selbst übertroffen, gar keine Frage. Aber ich denke, man sollte dann immer danach fragen, WIE
kommt so ein Top-Resultat zustande? Ich weiss z. B. dass eine EDV-Firma, für einen Auftrag
bei der DWS (einer DEUTSCHE BANK-Tochter) für die IT-Betreuung 60,- EUR pro Person je
Stunde aufgrund der hiesigen Kostenstruktur kalkulieren muss! - Ein Konkurrenzangebot aus
Indien veranschlagt die gleiche Leistung per Fernwartung mit kostengünstigeren 30,- EUR ...

Wer um monetäre Ergebniszielvorgaben, Benchmarks und Finanzratings weiss, dem ist klar,
wer den Zuschlag bei qualitativ gleicher Produktivitätsleistung erhält. Leider. Darum halte ich
einen akuten Mangel an "Mindestverstand" beim vaterlandspatriotischen Konsumverhalten
im Grossen, wie auch im Kleinen, leider allüberall gegeben.

Mir erscheint das WICHTIG hier zu erwähnen, denn in der Frankfurter Rundschau waren zum
aktuellen Thema Mindestlohn am 31. Jan. 2007 folgende Tarife zu lesen:

» Friseurhandwerk: 2,75 - 5,34 EUR je Stunde
Gebäudereiniger: 4,12 - 5,80 EUR ^^
Floristik: 4,39- 5,94 EUR ^^
Garten- und Landschaftsbau: 5,05 - 5,74 EUR ^^
Bewachungsgewerbe: 6,36 - 8,14 EUR ^^
Hotel- und Gaststätten: 6,90 - 6,93 EUR ^^

Ja, da fehlt noch der Einzelhandel mit seinen Dumpinglöhnen !!!! KEINE Kaufkraft = KEIN Konsum!
Das halte ich von zentraler Bedeutung in Bezug auf den SPIEGEL-Artikel, darum habe ich jetzt doch
noch mal eine aufschlussreiche Grafik zum globalen Wirtschaftsgüterfluss herausgesucht:


» Weltgüterhandel


Wenn ich mir jetzt also aus dem obigen SPIEGEL-Beitrag zum Thema "Arbeitswunderwelt" und
den tatsächlichen Stundenlöhnen eine Konsequenz ableite, dann kann die doch nur sein: aufgrund
mangelnder inländischer Kaufkraft, beziehen Menschen mit niedrigem Einkommen zwangsweise
Produkte aus Niedriglohnländern. Das ist insofern doppelt fatal !!!!!!! - Denn es brauchen die aus
Fernost gekauften Waren NICHT in Deutschland hergestellt werden, also werden weitere Stellen
wegfallen. Und zweitens, der Kapitalabfluss ins Ausland verhindert weitere Investionen hier in der
BRD. Das Gesamtbild, um das geht es mir. Und für meine Begriffe ist es falsch von einem Auf-
schwung überhaupt zu reden, denn die ich halte die Arbeitslosenzahlen für irreführend, denn
wenn - wie der Spiegel schreibt - tatsächlich nur rund 83.000 neue sozialversicherungspflichtige
Stellen geschaffen werden, bedeuted dies, dass der Rest der nun nicht mehr "arbeitslosen"
Menschen eben 1 Euro oder Minijobs macht - und ihm die Kaufkraft für teure Produkte made
in Germany fehlt. Mag ja sein, das wir im Moment eine kleine Wirtschaftserholung erleben,
aber die wird/kann nicht von Dauer sein, denn wenn der neueste TüV-Report an jedem fünften
Kfz. Mängel feststellt, dann heisst auch das nur wieder: Die Kohle für teure Reparaturen bedingt
durch die hiesigen hohen Arbeitszeitkosten fehlt! Im Übrigen wird die erhöhte Mehrwertsteuer
UND gleichzeitig die Lohnforderungen der Brancheninteressenvertreter ein weiteres dazu beitragen,
dass die reale Kaufkraft weiter sinkt. Nebenbei erwähnen möchte ich in dem Zusammenhang auch
gerade nochmals die Nullrunden für die Rentner.Wir erleben einen negativ Kreislauf und Deutschland
stecktmittendrin. BenQ war erst eine grössere Firma, die mit Ach und Krach im internationalen Wett-
bewerb vor die Hunde ging. Andere werden folgen - "prophezeie" ich, wobei da eigentlich nicht viel
Spiritismus sondern nur pragmatisch-logisches Rechnen dazu gehört.

Deutschland wird sich noch von einigen Illusionen und etlichem Wohlstand verabschieden müssen,
um in diesem globalen Weltwirtschaftskrieg zu bestehen, soviel erscheint mir jedenfalls sicher.

Gruss
Christian

(in Bezug auf peter-k)
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Re: Der Deutsche Manager. - 2.2.2007 4:39:00   
peter-k

 

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Man bekommt in Indien fuer 30 Euro nicht das was man in Europa fuer 60 Euro bekommt. Hoechstens auf dem Papier. Man bekommt aus Indien auch nicht die selbe Leistung, wenn man 60 Euro anlegt.

Das wissen die Mackermanns und Kleinhirns genau wie ich es weiss, und benutzen das nur um heimische Arbeitsloehne und Dienstleistungspreise zu druecken.

Eine andere Frage ist natuerlich ob das nicht vielleicht gut genug ist, was mir der Inder fuer Euro 30 anbietet. Und das mag durchaus der Fall sein.

Gruss
Peter

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Nichts ist unmöglich! - 3.2.2007 12:22:44   
Christian Beuthe

 

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quote:

US-Motorradhersteller

Streik bei Harley-Davidson

Chicago. Beim US-Motorradhersteller Harley-Davidson sind erstmals seit 16 Jahren 2.800 Arbeiter
in Streik getreten. Sie protestieren gegen eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen. Unter
anderem legten die Beschäftigten der größten Fertigungsstätte in York die Arbeit nieder.

Die Geschäftsleitung des Traditionskonzerns verlangt Lohnzugeständnisse. Diese seien notwendig,
damit sich die Motorradschmiede nicht in zehn Jahren "in derselben Position befinde, wie gegenwärtig die
Detroiter Autoindustrie".
Derzeit steigen bei Harley-Davidson Umsatz und Gewinn. Die US-Autoindustrie
ist dagegen wegen hoher Kosten und starker, vor allem fernöstlicher Konkurrenz, in die Krise gerutscht.

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 03. Feb. 2007

hallo Peter,

Du bringst es auf den Punkt: Weil eben mittlerweile nahezu jeder zwangsweise sein Kaufverhalten
nach "Geiz-ist-geil" ausrichtet, führt das eben zu den Problemen hier in Deutschland aufgrund des
klar höheren Produktionskostenfaktors. Die daraus resultierenden Absatzschwierigkeiten zeigten
sich doch schon bei Sachs und MZ vor dem Aus - die offerierten Motorräder sprachen die Kunden
wohl aufgrund des Zusammenspiels von Preis- und Leistung sowie Design im stets unterbewusst
präsenten Vergleich zu den fernöstlichen Testsieger-Maschinen, NICHT an. Oder wie sagte schon
Federico Minoli so treffend adäquat über 750 cm³ Nippon-Vierzylinder: "Bikes that did not correspond
with the bikes on the market." - Auf etliche Deutsche Produkte übertragen könnte man also sagen:
Products that did not correspond to the customer wishes AND their purchasing power !!!!

Ich möchte nur noch mal in Erinnerung rufen, dass Deutschland dereinst weltgrösster Motorrad-
hersteller war - und was ist davon übriggeblieben? Niente. - Das gleiche Problem sehe ich auf
längere Sicht bei vielen anderen Branchen ebenfalls, vor allem aufgrund der höheren hiesigen
Kostenstruktur. Und wie Du ja selber schreibst, "ob das nicht vielleicht gut genug ist, was mir
der internationale Markt kostengünstiger anbietet? Und das mag durchaus der Fall sein."
Genau
das IST der Fall und wird zu weiteren Einschnitten und Veränderungen hier bei uns führen. Und
was Harley-Davidson wohl richtig erkannt hat, wird in sehr naher absehbarer Zeit auch für die
Deutschen Firmen mehr denn je gelten: Kosten senken, Effizienz steigern und weiter in billigere
ausländische Produktionsstätten investieren bzw. auf kostengünstigere internationale Zulieferer
ausweichen. Und selbst wer die daraus resultierenden Probleme für unsere hiesige Volkswirtschaft
erkennt, wird aus unternehmerischer Sicht trotzdem das Unternehmensziel Wettbewerbsfähigkeit
verfolgen (müssen). Geht also vielfach gar nicht anders, als zwangsweise "Geiz-ist-geil" zu sein!

GEIZ IST DUMM !!!!

Ergo: Nicht primär der Deutsche Manager ist das Problem (allein), sondern letztlich ist es das
Kaufverhalten jedes einzelnen Bürgers UND dessen vaterlandspatriotisch begrenzte Kaufkraft.

Gruss
Christian

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Re: Der Deutsche Manager. - 5.2.2007 9:39:32   
peter-k

 

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Die Harley Leute am Band bekommen im Schnitt US$ 18 pro Stunde, plus andere Benefits (wie man dort sagt) wie Krankenversicherung und Bonusse. Das ist fuer US Verhaeltnisse nicht gerade wenig.

Aus bestimmten Entwicklungen kann man heute schon ersehen, das der Geschaeftverlauf fuer Harley in naher Zukunft nicht mehr so guenstig ausfallen wird, und darum sorgt man halt schon heute vor. Das Thema fuehrt aber doch ein bischen zu weit, und die US Wirtschaft interessiert mich an dieser Strelle auch weniger.



Ich wuensche mir, das man mit all dem Mumpitz endlich wieder aufhoehrt, und sich darauf besinnt was die Deutschen koennen, und wie sie funktionieren. Nur das hat uns stark gemacht - und damit meine ich nicht nur den Sport:


http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,464225,00.html

(in Bezug auf peter-k)
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Wir schaffen uns die Welt, in der wir leben. - 5.2.2007 14:18:02   
Christian Beuthe

 

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http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,464332,00.html

hallo Peter,

also Harley-Davidson mag ja "scheinbar" weit weg von Deutschland sein, aber die Probleme
sehe ich 1:1 auf hiesige Verhältnisse übertragbar, darum auch den vorstehenden Spiegel-Link.

Ich habe gerade mal folgende Preise für die aktuellen Modelle von den HP"s der jeweiligen Hersteller per 05. Januar 2007 geholt:

quote:

HONDA CBR 1100 XX Super Blackbird - EUR 13.240,00 = Unverbindliche Preisempfehlung der Honda Motor Europe (North) GmbH, inkl. 19% MwSt.
BMW K 1200 S - EUR 15.590,00 = Ausstattung gemäß Serienumfang, unverbindliche Preisempfehlung ab Werk ohne Überführungskosten inkl. 19% MwSt.

YAMAHA R1 - EUR 13.782,00 = Bei allen angegebenen Preisen handelt es sich um die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.
DUCATI 1098 (Standard) - EUR 17.195,00 = Listenpreis inkl. Mwst und ohne Liefernebenkosten


Ich weiss jetzt nicht, was ein normaler Arbeiter im BMW Motorrad-Werk in Berlin verdient, aber diese für meine Begriffe gut
vergleichbaren Modelle Europäischer und fernöstlicher Herkunft zeigen doch eines, hiesige Wertarbeit ist eben teurer als das
Billigzeugs aus Nipponland. - Ich schlage hier nun mal einen Bogen auf Deine Worte bzgl. Rückbesinnung auf gute urdeutsche
Werte: Was verstehst Du denn darunter? Was hat Deutschland nach dem Krieg gross gemacht? Bedarf einerseits. Ärmel hoch
krempeln und anpacken statt dumm rum schwafeln andererseits. ABER eben auch das Inkaufnehmen von Entbehrungen UND
KEIN Konsum von ausländischen Produkten !!!! Die Fernseher und Radios waren made in Germany. Die Autos (VW Käfer und
Opel Kadett etc.) ebenfalls. Das Geld blieb hier im Land - im Wesentlichen jedenfalls.

HEUTE wird demgegenüber dort gekauft, wo"s billiger ist und obendrein wird Know-how in Sekundenbruchteilen rund um die
Welt transferiert. Wo sind heute also die Stärken Deutschlands? Ganz ehrlich ich weiss es nicht. - Es mag einige Branchen
(Solartechnik) geben, in den wir noch Technologieleader oder gar Weltmarktführer sind, aber das ist nur eine Frage der Zeit,
bis jenes Wissen kopiert und exportiert wird. Gerade der Motorradsektor ist doch ein Paradebeispiel dafür, wie uns mit klar
günstigeren Produkten aufgrund niedrigerer Kostenstruktur der Rang abgelaufen wird. Auf die Marktanteile der fernöstlichen
Automobilhersteller möchte ich gar nicht eingehen. Oder - weil"s eben in den News kam: Ryanair steigert Umsatz und Gewinn
und stiehlt den etablierten TEUREN Airlines die Kunden! Geiz ist geil. ODER wir wollen nicht entbehren, sondern konsumieren,
und zwar auf Teufel komm raus und egal auf wessen Kosten es letztlich geht !!!!

Bleibe ich aber bei den Motorrädern! Mich würden einfach mal am Jahresende die konkreten Verkaufszahlen (nicht Zulassungen!)
für die oben genannten Motorradmodelle interessieren. Meiner Meinung wird dort ein Spiegelbild des Sparzwanges zu sehen sein.

Was Harley-Davidson also richtig erkannt hat und worauf man reagiert, sind die Absatzprognosen und Chance bzw. Risiken der
Zukunft, denn die fernöstlichen Hersteller sind (!!!!) in der Lage, gleichwertige Produkte zu deutlich günstigeren Kosten herzustellen.
Darauf gilt es zu reagieren, entweder mit Kosteneinsparungen (durch Fertigungsauslagerungen in Niedriglohnländer) ODER einen
Verzicht auf hiesige Komfortverhältnisse, denn daran ist nicht nur der Arbeitslohn geknüpft sondern das geht in alle Bereiche rein.
Leistung allein wird in Zukunft nicht ausreichen, Marktführer zu sein und zu bleiben und dabei ist es ganz unerheblich ob es sich um
den Branchengiganten Genereal Motors (übrigens hoch verschuldet !) oder um sportliche Erfolge handelt. Es muss eine eindeutige
Marktäquivalenz gegeben sein, denn letztlich werden sich die Produkte nur im Design und im Preis unterscheiden - aber ab einem
bestimmten Zeitpunkt X NICHT mehr durch Qualtitätsunterschiede. Es sind nur noch Nuancen, die den Unterschied ausmachen,
genau wie beim Handball-WM-Finale, auch die Polen hätte gewinnen können, der Erfolg stand eindeutig auf der Kippe, mit dem
diesmal glücklicheren (wenn auch hoch verdienten) Ende für Deutschland. Aber Sport ist nicht alles in dieser Welt ...

Gruss
Christian

(in Bezug auf peter-k)
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