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GEIZ IST GEIL ???

 
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... Wachstum Fehlanzeige! - 13.12.2004 17:52:46   
chris-XX

 

Beiträge: 229
Mitglied seit: 28.7.2004
Status: offline


quote:


Es gibt kaum eine relevante deutsche Firma (ausser Porsche), die nicht in China, Vietnam,
Indonesien, Thailand, Malaysien produziert. Leute, kauft Porsches. Natuerlich weiss ich nicht,
ob der Kabelbaum nicht doch aus Thailand kommt.


« Hotline Realfatalismus »


... siehst DU peter,

genau da liegt der Hund begraben: Opel produziert aktuell pro Jahr ca. 900.000 Fahrzeuge,
Porsche hingegen etwa 80.000 Einheiten. Opel macht einen Umsatz von ca. 12 Milliarden
Euro, Porsche rund 6 Milliarden. Opel hat für das Jahr 2003 ein Minus von ca. 600 Mio. €
ausgewiesen, Porsche rund 1 Milliarde Euro Gewinn.

Das Problem dabei ist - es lassen sich KEINE 900.000 Opel oder Porsche oder sonstwas,
zum Preis der Premiumklasse weltweit verkaufen. Also muss es im Massenmarkt einfach
billig sein. Andererseits aber, wenn billig damit gleichgesetzt wird, dass nur in Niedriglohn-
ländern noch entsprechend wettbewerbsfähig für den europäischen Markt produziert werden
kann, dann kostet genau dies auf Dauer hier in Europa die Arbeitsplätze, weil zu teuer.

Ich gehe noch einen Schritt weiter, ich behaupte die Situation, insbesondere für Deutschland
ist noch viel ärger, als viele Bundesbürger sie zum jetztigen Zeitpunkt wahrzunehmen bereit
sind. Aus einem einfachen Grund, ICH halte die statistischen Werte und Berechnungen die
dem Bruttoinlandsprodukt zu Grunde liegen für falsch, bzw. für irreführend, auch wenn den
Wirtschaftsgrößen in Deutschland schon bewußt ist, dass die interne Dynamik zu gering ist,
um einer ernsthaften außenwirtschaftlichen Störung viel entgegensetzen zu können.


Zur Basis-Info, das Bruttoinlandsprodukt wird aus vier Bestandteilen gebildet:

- privater Konsum
- Investitionen der Unternehmen
- Ausgaben des Staates
- Differenz zwischen Exporten und Importen – der sogenannte Leistungsbilanzsaldo oder Außenwert.


Deutschland liegt gemäß den aktuell veröffentlichten Zahlen auf Rang 3 - nach den USA und Japan.
Aber wenn nun die Differenz zwischen den Exporten und den Importen noch geringer ausfällt, durch
eben weitere Einfuhren wie z.B. Zulieferungskomponenten aus Niedriglohnländern, dann wirkt sich
das hier bedeutend negativer aus, als die Zahlen es simpel widerspiegeln. WARUM ??? Je mehr
Import von Billigprodukten aus z.B. CHINA bedeutet Wegfall von Arbeitsplätzen bei Zulieferen hier
vor Ort - weil "zu teuer". Nur, - Arbeitsplatzverlust ist mittelfristig gleich zu setzen mit finanziellen
Einschnitten, die wiederum beim privaten Konsum negativ zum Tragen kommen. Als bedrohliche
Beispiele möchte ich mal Basel II anführen, die Kreditvorgaben wurden verschärft, die Auflagen für
Risikovorsorge erhöht. Das bedeutet letztlich ebenfalls WENIGER Konsum und gleichzeitig auch
weniger Kaufkraft, weil bspw. im Immobilien-Bereich die Finanzierungsansprüche steigen. Wer sich
keine Immobilie mehr leisten kann, trägt zwangsläufig unfreiwillig zum Rückgang im Baugewerbe bei.
Das gilt gleichermaßen für Privatpersonen ebenso wie für Firmen - und auch die Kreditinsitute haben
sehr konkrete Anforderungsprofile wo und wie sie "IHR" Geld anlegen. Kein Geld = keine Nachfrage,
kein Angebot, keine Jobs, kein gar NIXX.

Weiterhin investieren die Unternehmen, da ja letztlich doch rein Profit orientiert, notgedrungen durch
den globalen Wettbewerb wieder nur dort, wo die Produktionsfaktoren eine Konkurrenzfähigkeit der
Güter im internationalen Vergleich erwarten lassen. Also setzt eine Spirale nach unten ein, die die
Kaufkraft weiter schwächt und den Arbeitsplatzabbau auf Grundlage der Globalen Wettbewerbsfähig-
keit weiter potenziert. Eigenlich ganz logisch - und auch Lehrbuch mäßig vorgetragen.

DAS ist der Punkt, wo ich behaupte, dass die zugrunde liegenden Annahmen und Zahlen letztlich
Falsches wieder spiegeln. Wie können z.B. ca. 80 Millionen Bundesbürger, von denen auch nur rund
35 Millionen einer Beschäftigung nachgehen, ein höheres Bruttoinlandsprodukt erwirtschaften, wie
die Vielzahl von rund 1,2 Milliarden Chinesen ???

Ich vermute, die Zahlen, die die Welt über CHINA vorliegen hat, sind Mist. Europa muss heute schon
Billigprodukte (siehe peter) aus dem Reich der Mitte beziehen, gleiches gilt aktuell für weitere Roh-
stoffe, insbesondere Stahlimporte (!!!!!) - da exxistiert mittlerweile eine gewaltige Abhängigkeit vom
Goodwil aus Fernost. Und ich gehe noch einen Schritt weiter, WIR bewerten das Bruttoinlandsprodukt
auf Basis des EURO. Was interessiert die Chinesen letztlich der Euro, wenn die Wirtschaftskraft sich
weiter so rasant entwickelt, wie dies bisher der Fall ist. In CHINA exxistiert ein Potential an selbst-
beschleunigendem Wachstum, von dem EUROPA und der Rest der Welt nur träumen kann.

Wenn ich bedenke, daß IBM gerade die PC-Sparte für ein paar "peanuts" mehr an China verkaufte,
daß reichlich viele internationale Konzern dort Produktionsstätten errichten, dann läßt sich leicht
ausrechnen, dass CHINA in sehr sehr kurzer Zeit Kapazitäten zu Discount-Preisen auf den Markt
wirft, wie die Welt sie noch nicht gesehen hat. Und das ist nur ein Teilbereich, denn das Know-how,
der Wissensvorsprung den wir uns heute noch an den Hut stecken, wird dann mittels Petro-Dollars
einfach aufgekauft - was ja zum Teil schon jetzt in erheblichem Umfang der Fall ist. Denn wie heißt
es so treffend: Keine Festung ist so stark, daß Geld sie nicht einnehmen kann.


Übrigens: Alles, was selbst groß ist oder groß werden will und kann, hängt sich nicht an anderes.


Weiter vorne im Beitrag wurde in der CHINA-Berichterstattung kurz Harley-Davidson erwähnt. Auch
da wird, und ich halte es nur für eine Frage der Zeit, Wissen und Kompetenz transferiert nach Fern-
ost. Welches Wissen ??? Harley-Davidson"s neuer V2-Motor wurde in Gemeinschaft mit Porsche ent-
wickelt. Da steckt Wissen drin. Die ersten Harley"s mit ABS, das klingt noch ungewohnt, wird aber für
US-Polizisten schon jetzt Realität. Neuerdings liefert Harley-Davidson Electra Glides und Road Kings
für den Ordnungsdienst mit einem Antiblockierverhinderer. Es dürfte also nicht mehr allzu lange dauern,
bis auch für «Normalkunden» verschiedene Harley-Reisedampfer mit ABS im Angebot sind, und diese
Kompetenz wird ebenso ihren Weg nach China finden, etc. etc. ...

Also, ich denke, und ganz ehrlich ich bin es leid, mich mit einigen Knallknöpfen diesbezüglich ob der
Texxtlänge auseinanderzusetzen, dass weder Deutschland, noch Europa oder die USA - oder sonstwer
die Wirtschaftsleistung von CHINA derzeit real erfassen können. Ich gehe einfach davon aus, die Lust
am Konsum ist in CHINA einfach größer, ob des Nachholbedarfs wie hier bei uns, und dieser inländische
Konsum ist der Grundstein für weitere Exxpansion bei Investitionen in die Produktionsfaktoren vor Ort,
die dann wiederum kostengünstige Exxportgüter für den Weltmarkt hervor bringen. Deutschland und
Europa sind auf diese fatale Invasion aus dem Reich der Mitte HEUTE nicht vorbereitet.




Was ich allerdings als Hauptproblem in Deutschland betrachte, ist die Situation, wie gerade die
Politik mit der Krise umgeht. Da werden parteiübergreifende Standpunktkontroversen geführt, doch
die Einsicht zum gemeinsamen Handeln vermisse ich. Ich spreche diesbezüglich vom Handeln im
Interesse und zum Wohle ALLER Bundesbürger. Auch Konzepte die dies zum Ziel haben, lassen
sich für meine Begriffe nicht erkennen. Rängespiele und Machtpositionen ist, was ich sehe. Zu wenig
meine ich, um den Lastkahn Deutschland wieder flott und langfristig wettbewerbsfähig zu halten.

Herzlichen Gruss
chris-XX

PS. ... das ist lediglich meine private subjektive Meinung.

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 31
Re: GEIZ IST GEIL ??? - 14.12.2004 5:27:00   
N8jaeger

 

Beiträge: 28
Mitglied seit: 11.12.2004
Status: offline
alle hacken hier auf chris-xx rum, was ich ehrlich gesagt gar nicht sooo nachvollziehen kann. nicht wirklich alles ist müll, und so manches thema wäre trotz copy&paste durchaus eine diskussion wert, oder bin ich jetzt auch ein verblendeter vor gottes augen und muss mich ab sofrto n8jaeger-xx nennen!?

mal ne frage direkt an chris-xx:
was ist eigentlich deine intention bei der sache? willst du wirklich nur ärgern/provozieren? oder worum geht es dir im allgemeinen?

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 32
Re: GEIZ IST GEIL ??? - 14.12.2004 10:37:21   
2tac

 

Beiträge: 480
Mitglied seit: 29.7.2004
Status: offline
quote:


mal ne frage direkt an chris-xx:
was ist eigentlich deine intention bei der sache? willst du wirklich nur ärgern/provozieren?


Ich denk mal,das weiß er selber nicht mal !!!

Im Ernst,
ist eher der Typ,welcher im normalen Leben nur wahrgenommen werden würde,wenn man über ihm stolpert

Gruss franx

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 33
Re: GEIZ IST GEIL ??? - 14.12.2004 10:42:40   
N8jaeger

 

Beiträge: 28
Mitglied seit: 11.12.2004
Status: offline
quote:

ist eher der Typ,welcher im normalen Leben nur wahrgenommen werden würde,wenn man über ihm stolpert


ist das eine vermutung oder kennst du ihn persönlich? du schreibst "würde", also kennst du ihn wohl nicht und gehst nur von seinen postings aus ;) mich würde es einfach mal ernsthaft interessieren, wenn ich mir das als absoluter forums-neuling hier überhaupt anmassen darf

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 34
Re: GEIZ IST GEIL ??? - 14.12.2004 11:21:22   
2tac

 

Beiträge: 480
Mitglied seit: 29.7.2004
Status: offline
Hey,
aus persönlichen Kontakten hält er sich aus eigenden gesundheitlichen Interressen stets fern

Gruss franx

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 35
Re: GEIZ IST GEIL ??? - 14.12.2004 13:26:06   
peter-k

 

Beiträge: 634
Mitglied seit: 29.7.2004
Status: offline
Ich wuerde auch mehr Eigenleistung und weniger Importe von Chris bevorzugen. Trotzdem muss ja nicht jeder Thread nach zwei Seiten in einem Rumgehacke auf ihn hinauslaufen. Das ist genauso langweilig. Was ich nicht mag ueberles ich einfach. Der Text von oben zum Beispiel ist mir einfach zu lang (aber selbst produziert).

Also: Geiz macht Arm!

Ein Highlight. Den Spiegel dieser Woche lesen!

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 36
BILD Dir Deine EIGENE Meinung! - 20.12.2004 17:24:27   
chris-XX

 

Beiträge: 229
Mitglied seit: 28.7.2004
Status: offline

Situation 1


Folge 2


Resultat 3


« GEIZ ist GEIL ??? »
« GEIZ ist DUMM !!!! »

Schade, ich habe den Eindruck, daß leider nicht alle hier postenden User die geistige Reife
mitbringen, um meinen Ausführungen folgen zu können. Darum lasse ich eben gerade noch
mal ein paar Bilder für sich sprechen und erspare mir weitere Gedanken hier schriftlich aus-
zuführen, die ich in kontroversem Bezug auf das bundesdeutsche Bruttoinlandsprodukt und
zum weltgrößten Wasserkraftwerk, dem Yangtse-Staudamm in China hatte.

Eigentlich wollte ich eine Relation von chinesischer Wirtschaftskraft und der fälschlichen
Wiedergabe von globalen Haushaltszahlen in Euro oder US-Dollar darlegen. Auch wollte ich
einen ursächlichen Zusammenhang aufzeigen, das Wachstum im Inland maßgeblich für
Wohlstand ist, aber ich denke, das interessiert niemanden - und wen jucken schon die
1 Million Zangsumsiedlungen, die Todesstrafe für Kritiker etc. und alles was sonst noch so
in China abgeht. Macht nixx, wir werden die kausalen Parameter aus China noch live als
negativen Affront erleben. HARTZ IV sind nur die ersten Auswirkungen. Folgen werden dann
die 20 Millionen bundesdeutscher Rentner - und die Reallohnstagnation beim größten Teil
der arbeitenden Bevölkerung. Wer dann noch glaubt, alles ist in Butter, der glaubt auch an
den Weihnachtsmann. Aber was red" ich - der Zug ist eh schon abgefahren ...

Herzlichen Gruss
chris-XX

PS. ... übrigens, bei www.airtours.de kann frau/mann superschön günstig privat "chätten".

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 37
... sehenden Auges ins Verderben? - 7.2.2005 21:22:58   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
Mitglied seit: 26.9.2004
Status: offline


Dr. Peter Hartz über die verhängnisvolle Lust am Feilschen

Geiz ist nicht mehr »geil« !!!!

Dr. Peter Hartz (63) erlangte in den vergangenen Jahren als Vorsitzender der Kommission, die die
Bundesregierung bei der Suche nach neuen Arbeitsmodellen beraten soll, eine besondere öffentliche
Bedeutung. In seinem Berufsleben ist der studierte Diplom-Betriebswiert und Dr. rer. pol. h.c. seit dem
01. Oktober 1993 Mitgleid des Vorstandes der Volkswagen AG für den Geschäftsbereich Personal - dazu
trägt er die Veranwortung für die Region Südamerika/Südafrika und den Bereich Regierungsbeziehungen.
Hartz, der nach einer Ausbildung zum Betriebskaufmann auf dem zweiten Bildungsweg ein BWL-Studium
in Saarbrücken absolvierte, arbeitete anschließend bei mehreren Unternehmen im Saarland, bevor er
1979 zum Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Dillinger Hüttenwerke AG berufen wurde. Die gleiche
Funktion übernahm er 1986 in Personalunion bei der Saarstahl AG um im Juli 1989 bei der Holding DHS-
Dillinger Hütte Saarstahl AG, bevor er zu VW wechselte.

Die Werbung, die Deutschland mit dem Spruch »GEIZ ist GEIL« beglückte, konnte sich wohl nicht ausmalen,
welche Geister sie wecken würde. Inzwischen hat sich - so kann man den Eindruck gewinnen - die Republik
in einen riesigen Basar verwandelt, in dem die Kunden um jeden Preis feilschen. Dagegen ist im Prinzip
nichts einzuwenden - so funktioniert Marktwirtschaft. Es werden aber auch Gefahren erkennbar: Kaum ein
Anbieter schafft es heute noch, den Preis zu erzielen, den er benötigt, um auch morgen noch mit Gewinn
wirtschaften zu können.

Für die Kunden ist die um sich greifende "Rabattitis", der sich auch die Automobilhersteller nicht entziehen
können, nur kurzfristig von Vorteil. Langfristig drohen Nachteile, die alle - nicht zuletzt die Käufer selbst - hart
treffen werden. Auf den ersten Blick mag die Situation im Automobilhandel für den Käufer in der Tat günstig
sein. Wer hat schon etwas dagegen einzuwenden, wenn es ihm gelingt, seinen Traumwagen für möglichst
wenig Geld zu kaufen? Doch macht er sich auch klar, welche Folgen die ausufernden Rabattschlachten der
Hersteller haben könnten?

Während der Käufer mit seinem Neuwagen frohgemut vom Hof des Händlers fährt, fragt sich der, wie er
seine Angestellten bezahlen, wie er die Mietkosten, die Bankzinsen aufbringen - und wie er seinen Lebens-
unterhalt finanzieren soll. (Wobei sich das eigentlich jeder fragt ...). Übrigens sind bei den meisten Marken
die Händler private, oft mittelständische Unternehmen, die mit ihrem Geld Existenzen aufbauen. (Sowas
nennt sich unternehmerisches Risiko - und diesbezüglich mal die rhetorische Frage: Sicher ist, daß nichts
sicher ist. Auch das nicht. Also ganz generell könnte frau/mann sich fragen - was ist heute schon sicher?)
Für 320 Händler stellt sich diese Frage gar nicht mehr. Sie mussten im ersten Halbjahr 2004 ihre Betriebe
schliessen - und nach Schätzungen von Marktbeobachtern droht in diesem Jahr insgesamt 1.200 Firmen
ein solches Schicksal. (Hier ist allerdings einzuhaken: Wieviele dieser Firmen müssen schließen, weil
die Hersteller einen bestimmten Markenauftritt einfordern - dazu gehört oftmals ein erheblicher Umbau,
bei dem die Banken nicht immer mitspielen. Auch das Marktumfeld spielt eine erhebliche Rolle - wenn
direkt nebendran ein fernöstlicher Billigprodukteanbieter exxistiert, und den Kunden schlicht das Geld für
die sternbewährte Nobelklasse aus Untertürkheim fehlt ist auch dass sicher eine zukunftsträchtige Frage.
Und was letztlich noch dazu kommt, wie viele dieser Schließungen sind zudem auf mangelnde Nachfolge-
regelungen zurück zu führen, oder ganz konkret auf Markenwechsel - obige Zahlen sagen rhetorisch nichts
über Neugründungen und Umfimierugen aus!?)

Was den Rabattjägern trotzdem nicht bewusst ist: Händlerbetriebe benötigen die Margen, um auf dem
Markt jene Leistungen zu erbringen, die die Kunden zu Recht erwarten. Ein wesentlicher Grund dafür ist
auch die erfreuliche Tatsache, dass die Automobile immer zuverlässiger werden - und infolge dessen die
Inspektionsintervalle immer größer (was aber nicht primär die "Schuld" des Kunden ist!). Kehrseite der
Medaille ist, dass das Werkstattgeschäft schon längst nicht mehr die sichere Einnahmequelle ist, die es
einmal war. (Was soll das denn? Leben ist Veränderung, dann muss sich eine Firma eben auf diese
neuen Anforderungen einstellen ...). Je mehr Rabatte erfeilscht werden, desto schneller werden Händler
vom Markt verschwinden. Und das bedeutet zunächst sehr häufig auch den unwiderruflichen Verlust von
Arbeitsplätzen. Was aber nicht zwangsweise mit einem tatsächlichen Abbau von Arbeitsplätzen gleich
gesetzt werden darf. Es gibt schließlich auch andere Firmen, die expandieren und neue Leute einstellen!
Dennoch spricht die aktuelle Arbeitslosenstatistik klar eine andere deutlich negative Sprache, was mittler-
weile übrigens als ein europaweites Problem gesehen werden darf.

Die Hersteller, die sich an diesen Rabattkämpfen beteiligen, können ihr Geld nur einmal investieren: Die
Euros, die heute den Kunden ins Handschuhfach gelegt werden, fehlen morgen bei der Entwicklung von
neuen Modellen. Und dann zeigen sich für den anspruchsvollen deutschen Käufer die Risiken und Neben-
wirkungen der grassierenden "Rabattitis": Wollen wir tatsächlich amerikanische Zustände, in denen die
Hersteller nicht davor zurückschrecken, Sicherheitsausstattungen wie die ABS-Bremse zu streichen, um
die Preise weiter senken zu können? (Sorry, aber das ist Bullshit, wir haben längst "amerikanische" Ver-
hältnisse vor allem auf dem derzeitigen hire-and-fire-Arbeitsmarkt. Auch befinden wir uns in einem welt-
weiten Konkurrenzkampf - und wie meinte mein Papa öfters doch so zutreffend: "Die Oben blicken es
nicht, anstatt 100 Euro mehr in die Qualtität z.B. von Teilen etc. zu stecken, schmiß" Lopez den Slogan des
Sparens aus - da müssen noch 50 Euro runter vom Preis. Darunter litt oftmals die Zuverlässigkeit - und
es kam neben vermehrten Problemen vor allem zu Unzufriedenheit der Kunden und einem Verlust eines
bis dato guten Images, was langfristig viel schwerer wiegt !!!!). Gerade die deutsche Automobilindustrie
kann es sich nicht leisten, das technische Niveau ihrer Produkte zu gefährden. Unser Weltruf (????) als
führende Automobilherstellernation beruht auf diesem viel bewunderten Qualitätsanspruch! doch benötigt
die Industrie dafür auch die finanziellen Mittel, die es ihr gestatten, Forschung und Entwicklung weiter auf
höchstem Niveau zu betreiben und international zu bestehen - insbesondere gegenüber Low-Cost-Attacken
aus Fernost. (Denen ja aktiv mit der "Outsourcing"-Drohung und Arbeitsplätzeverlagerung begegnet wird!)

Es ist durchaus fraglich, ob unter ähnlichen Rahmenbedingungen wie heute gute technische Entwicklungen
wie die ABS-Bremse, lebensrettende Airbags, das Antischleuderprogramm ESP oder das XXenon-Licht in
Deutschland entwickelt worden wären. Wollen wir in Zukunft etwa darauf verzichten, die Sicherheit unserer
Automobile ständig zu verbessern? (Was ist ein Menschenleben also wert?).

Es ist zudem ein fataler Trugschluss anzunehmen, dass man aktuelle Absatzprobleme allein mit der
Rabattschraube lösen kann. Ist die erst einmal gelockert, das zeigen die Verhältnisse in den Vereinigten
Staaten, dann ist es schwer, sie wieder anzuziehen. Kurzfristig mag sich Erfolg einstellen - langfristig
aber gefährdet die Entwicklung die Überlebensfähigkeit von Standorten und damit auch Tausende von
Arbeitsplätzen. Geiz mag geil sein, aber in eine gute Zukunft weist diese Einstellung nicht!

Quelle: ADAC motorwelt 11/2004
__________________________________________________

Die Ergänzungen in Klammern stammen nicht von Herrn Hartz !!!! Ich möchte abschließend noch hinzu
fügen, dass die hier ausgeführten Ansätze von Herrn Hartz sicher weitest gehend duruch seine Position
im Hause VW geprägt werden. In diesem Zusammenhang möchte ich mal den neuen Golf ansprechen,
zu einem optimalen Angebot gehört eben nicht nur ein marktgerechter Preis, sondern neben einer die
Kunden ansprechenden Ausstattungs- und Leistungscharakteristik halt auch das Design - und da lag
VW wohl ein bißchen neben dem Kundengeschmack! Was noch dazu kommt sind in besonderem Maße
die schrumpfenden Händlermargen, gerade VW hat seinen Markenvertretern ein einheitliches kosten-
intensives Erscheinungsbild zwangsweise verpasst und reduziert im Gegenzug die Gewinnspanne. Ach,
und letztlich hat sich Herr Hartz wohl irgendwie selbst ans Bein gepinkelt, wenn er gegen Rabatte wettert.
Die Kunden brauchen Kaufkraft um ein bißchen shoppen gehen zu können, aber genau diese hat er durch
seine Arbeitsmarktreformvorschläge Deutschland in weiten Teilen genommen. Schließlich ist es nicht so,
dass rund 5 Millionen Arbeitslose alles Hungerleider sind, aber wer heute noch Geld ausgibt, überlegt sich
was und wofür? Und das schlägt mittlerweile auf alle Branchen durch - und dementsprechend wird überall
der "GEIZ ist GEIL"-Slogan gelebt. Zwangsweise. Schlechterdings einfach Herrn Lopes nachempfunden, der
ja bekanntlich als einer der Vordenker gemäß dieser Preispolitik taktierte. Und wo z. B. Zulieferer sparen
müssen, trifft auch dies wieder die Mitarbeiter. Ein Teufelskreis. Nur das dies die Herrn Manager geflissentlich
und gerne übersehen, oder oftmals gar nicht willens sind, ihren Mitarbeitern sowie dem stupiden Volke reinen
Wein einzuschenken. Denn Menschen mit Durchblick sind eine Gefahr, sind ein Risikofaktor. Wichtig ist darum
ein Verständniswandel der Kunden im Denken hin zu mehr selbstbewußten Markenforderungen. Auch auf die
Gefahr hin, daß ich jetzt etwaigen rechtspopulären Strukturen zu geschrieben werde, etwas mehr nationalistisch
orientierter Konsum zwecks Ankurbelung der Binnennachfrage, die dann zu einem steigenden Wirtschaftswachs-
tum führt, hat noch nie einem Land geschadet. Also Leute kauft absichtlich und ganz bewußt einfach wieder mehr
MADE IN GERMANY. Das ist der Grundstein für unseren aller Wohlstand. Zieht uns/Euch am eigen Schopf empor!



Aber dennoch Danke Herr Hartz für ihre netten Ausführungen zu einem ernsten Berliner "Karnevalstheater" ...

Herzlichen Gruss
chris-XX

PS. ... im übrigen will ich nur mal gerade noch auf Folgendes verweisen:


HANDELSKALKULATION - inklusive Handelsspanne und Gewinnmarge !!!!

Listeneinkaufpreis
- Lieferrabatt
= Zieleinkaufspreis
- Liefererskonto
= Bareinkaufspreis
+ Bezugskosten
= Bezugspreis
+ Selbstkosten
= Selbstkostenpreis
+ Gewinn !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
= Barverkaufspreis
+ Kundenskonto
= Zielverkaufspreis
+ Kundenrabatt
= Listenverkaufpreis netto
+ Umsatzsteuer
= Listenverkaufpreis brutto auch Angebotspreis oder UNVERBINDLICHE Preisempfehlung des Herstellers genannt!!!

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 38
Billigimporte sind Jobverbrenner in Deutschland! - 17.5.2005 16:06:34   
Christian Beuthe

 

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(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 39
OT: HARTZ IV lässt grüßen ... - 6.7.2005 19:29:55   
Christian Beuthe

 

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Familie Meisinger kämpft gegen Insolvenz und Arbeitsplatzverluste

Arm bleibt dumm. REICH STUDIERT!

Sieben Kinder müssen womöglich ins Heim. Die Familie Meisinger steckt ist in der Schuldenfalle.
Jetzt drohen den Eltern von sieben Kindern Haft, ein Aufschub für den Vater ist jetzt abgelaufen.

VON PETRA ZEICHNER

Rosbach · 18. April · "Wir können strampeln wie wir wollen, es hilft alles nichts", beschreibt Andreas Meisinger die Lage seiner Familie, die heute in Rosbach lebt. 60 000 Euro Schulden, Meisinger selbst und seine Frau Monika verurteilt wegen Betrugs zu fünf Jahren Gefängnis. Was aus den sieben Kindern im Alter zwischen fünf Monaten und zwölf Jahren wird, ist ungewiss. Es begann vor fast fünf Jahren. Damals war der Maler mit einem kleinen Betrieb selbstständig. "Weil ich keine Aufträge mehr reinbekommen habe, ging ich pleite", sagt der 33-Jährige. Übrig blieben Schulden für Handwerksmaterial. Die Familie wohnte in Ilbenstadt, Meisinger fand eine Stelle bei einer anderen Firma. Doch die Gläubiger ließen nicht lange auf sich warten und setzten eine Lohnpfändung durch. Das sei Grund genug gewesen für den neuen Arbeitgeber, ihn zu entlassen, sagt Meisinger. "Dann war ich arbeitslos gemeldet." Das Arbeitsamt schlug ihm vor, sich wieder selbstständig zu machen. Der Handwerker bekam Überbrückungsgeld, er gründete eine kleine Firma mit zwei Angestellten. Das Glück schien sich ihm zuzuwenden, als er drei große Aufträge auf Friedberger Baustellen bekam. Er investierte. "Ich habe alles Material bezahlt und auch die Innenputzarbeiten fertiggestellt." Von dem Betrag über 30 000 Mark, den Meisinger dem Bauträger damals in Rechnung stellte, erhielt er 10 000. Der Auftraggeber war bankrott. Die Familie konnte die Miete nicht mehr zahlen, mittlerweile wohnte sie in Betzenrod. Sie zogen nach Busenborn. Und die Geschichte wiederholte sich. Meisinger bekam Aufträge, aber kaum Geld für geleistete Arbeit. Das war das Aus für seine zweite Firma. Wieder war kein Geld für die Miete da. Und der Vermieter klagte auf Räumung.


Die Berufung scheitert

Der Umzugsmarathon der Familie führte sie über eine Friedberger Sozialwohnung nach Rosbach. Dort harren sie einer ungewissen Zukunft. Da die Berufungsverhandlung im vergangenen Jahr erfolglos blieb und auch der Strafaufschub abgelaufen war, sollte der Vater am 30. März seine Strafe im Gefängnis in Weiterstadt antreten. Doch Monika Meisinger erlitt einen Nervenzusammenbruch und erhielt ein ärztliches Attest, das ihr Arbeitsunfähigkeit bescheinigte. Die Gefängnisverwaltung zeigte sich kulant, der Ehemann musste vorerst nicht in Haft. Doch jetzt ist der Attest abgelaufen.

"Ich schaffe das hier nicht alleine", sagt die 33 Jahre alte Mutter. Die Kinder brauchten den Vater. Für sie bliebe nur ein Heim, wenn beide Eltern ins Gefängnis müssen. Noch weiß die Mutter nicht, wann es für sie so weit ist. Würden die Kinder im Heim untergebracht, koste das 400 000 Euro im Jahr, sagt Rechtsanwältin Claudia Dickenberger, die mit ihrem Vater Karl-Egon Dickenberger die Familie vertritt. Natürlich beachte das Gericht auch immer die familiäre Situation, betont Staatsanwalt Reinhard Hübner, Sprecher des Gießener Amtsgerichts. Konkreter wollte er nicht werden, das Urteil sei gesprochen, die Rechtsmittel seien ausgeschöpft. Leider sei es häufig so, "dass die Kinder unter den Taten der Eltern zu leiden haben". Für das Gericht sei ausschlaggebend gewesen, dass die Familie in jede neue Wohnung eingezogen sei, ohne die Vermieter über ihre finanzielle Lage aufzuklären. So habe sich wegen der Mietschulden und eines angeblichen Schadens von 40 000 Euro, den die Meisingers in zwei Wohnungen angerichtet haben sollen, Betrug an Betrug gereiht, sagt Karl-Egon Dickenberger, was auch der Grund für das hohe Strafmaß sein Arbeitslosengeld geht an Vermieter.

Die Strafe hätte zur Bewährung ausgesetzt werden sollen, meint seine Tochter. Zwar hätten sich ihre Mandanten durchaus etwas zu Schulden kommen lassen. "Ein Freispruch wäre aber unrealistisch und erziehungstechnisch nicht richtig gewesen." Die Meisingers hätten sich viel früher an das Sozialamt wenden müssen. Aber es sei offensichtlich, "dass die beiden ihr Leben geordnet haben". Das Arbeitslosengeld geht auf Wunsch des Vaters direkt an die jetzigen Vermieter und auch für andere Gläubiger hat das Paar schon ein paar hundert Euro abzweigen können.Das Geld, das Andreas Meisinger von ehemaligen Auftraggebern zusteht, müsste er einklagen. Aber dafür fehlt ihm das Geld. Allein davon könnte er einen großen Teil seiner Schulden begleichen. Auch die Stelle, die er noch in diesem Monat wieder antreten könnte, könnte dazu beitragen. Der neue Arbeitsplatz ist auch Voraussetzung für einen offenen Strafvollzug, den die Rechtsanwälte mit einem Petitionsantrag an den Landtag nun einfordern wollen.

Quelle: www.fr-aktuell.de im April 2005

__________________________________________________


Ist nicht lange her, da war ich auf einer Wahlveranstaltung. Egal welche Partei. Da ging"s um Bildung
und Chancengleichheit etc.! Ein Haufen Gefasel von unproduktiven überbezahlten IDIOTEN !!!! - Am
Schluß ging ich zur vorher labernden Staats-Ministerien und gab" ihr vorstehenden Zeitungsartikel
aus der Frankfurter Rundschau, mit der Aufforderung sich der Sache anzunehmen und vor allem
etwas für die Kinder zu tun. SIE hat die Möglichkeiten. Die schaute mich wie ein Auto an. <<<


__________________________________________________




Interessant finde ich in "diesem" Zusammenhang ein Zitat von Continental
Chef Manfred Wennemer aus dem Handelsblatt vom 04.07.2005:


Er fordert von der nächsten Bundesregierung schnellstmöglich ein neues wirtschaftliches
Gesamtkonzept: "Es ist vor allem wichtig, dass nicht weiter diskutiert wird", sagte der
Manager im Interview mit dem Handelsblatt. Die Abwanderung lohnintensiver Tätigkeiten
in Billiglohnländer ist seiner Meinung nach aber auch durch Reformen nicht zu stoppen:
"Machen wir uns nichts vor: Gegenüber Ländern wie China oder Rumänien haben wir
keine Chance." Er prognostiziert sogar, dass zunehmend auch Ingenieurstätigkeiten
aus Deutschland verlagert werden - nicht aus Kostengründen, sondern auch, weil hier
zu Lande nicht genügend Ingenieure ausgebildet würden.



DAS ist, zumindest für meine Begriffe ein offener Hinweis auf die Möglichkeit intelligenten
patriotischen Konsumverhaltens. Das kann dann jeder verwerten, wie er mag ...

Entweder "GEIZ ist GEIL"-Fernost-Billigscheiss aus Dumpinglohnländern kaufen, oder
erlesene Qualitätsprodukte "made in Germany" mit einem innerdeutschen MEHRWERT
erwerben. Diese Frage kann/muss jeder mit sich selbst und eigenverantwortlich klären.

Have a nice day!
chris-XX - Monoposto-Ducatista, Heuschrecke und potentielle 3-dB/A-Punkte-Landplage

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 40
Re: GEIZ IST GEIL ??? - 7.7.2005 7:47:08   
negermaluca

 

Beiträge: 30
Mitglied seit: 11.7.2006
Status: offline
Na ja, was zumindestens BMW angeht, kriegen die jetzt bzgl. ihres Bremssystems von allen Seiten, siehe Bericht von Plusminus, eins auf die Nuß (außer von ihrer Hauszeitschrift hüstel) und dies zu Recht. Ansonsten
einfach ignnorieren den Beutelin.

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 41
... die Folgen der interglobalen Eigendynamik! - 7.7.2005 18:53:45   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
Mitglied seit: 26.9.2004
Status: offline


Deutschland im kollektiven Freizeitrausch aufgrund von Arbeitszeitverkürzungen ...


SAKROSANKT


Die Pleitewelle in Deutschland rollt ungebrochen weiter. Nach einem minimalen Rückgang 2004
wird die Zahl der Firmeninsolvenzen in diesem und im nächsten Jahr wieder steigen, heißt es in
der jüngsten Insolvenzprognose der Kreditversicherung Euler Hermes, die am Mittwoch, 22.06.2005
in Hamburg vorgestellt wurde. In diesem Jahr rechnet Euler Hermes mit einem Anstieg um ein
Prozent auf 39.600 Insolvenzen, im nächsten Jahr könnten sogar erstmals rund 40.000 Pleiten
erreicht werden. Die Forderungen gegen die insolventen Unternehmen werden in beiden Jahren
rund 28 Milliarden Euro betragen.

«Durch die lange wirtschaftliche Schwächephase ist die Eigenkapitalbasis der Unternehmen
geschwächt oder verbraucht», sagte der Vorstandsvorsitzende der Hermes Kreditversicherungs-AG,
Gerd-Uwe Baden. Überdurchschnittlich betroffen sei das Baugewerbe, das mit 272 Insolvenzen auf
10 000 Betriebe seit Jahren an der Spitze liegt. Der Durchschnitt aller Unternehmen liegt nur halb so
hoch, steigt jedoch seit Jahren kontinuierlich an. Der langfristige Trend zeigt nach den Untersuchungen
von Hermes eine klare Tendenz: Die Insolvenzquote, der Anteil der Pleite-Unternehmen an der
Gesamtwirtschaft, stieg seit den siebziger Jahren von 0,2 auf 1,3 Prozent.

Daran wird sich nach Einschätzung des zum Allianz-Konzern gehörenden Unternehmens auch
nichts ändern. «Die deutsche Wirtschaft wird es auch in den nächsten Jahren schwer haben, auf
einen Wachstumspfad zu finden», sagte Chefvolkswirt Romeo Grill. Grund seien die auch im
europäischen Vergleich zu niedrigen Investitionen der Unternehmen seit 2001. Dadurch wachse
das Produktionspotenzial nur geringfügig und die wichtigste Voraussetzung für eine wachsende
Wirtschaftsleistung fehle. Besonders gefährdet seien kleine und mittlere Unternehmen, die den
größten Teil der deutschen Wirtschaft ausmachen. Sie verfügen in der Regel über weniger als
zehn Prozent Eigenkapital, verglichen mit 25 Prozent bei Großunternehmen.


» DEUTSCHLAND SPART SICH DURCH BILLIG-IMPORTE TOT


Die sprunghaft gestiegenen Textillieferungen Chinas in die EU und auch in die USA seit dem
Wegfall von Handelsquoten zu Jahresbeginn haben Sorgen der USA und Europas über Aus-
wirkungen auf die jeweils heimische Industrie ausgelöst. Die USA haben bereits Sanktionen
im Zusammenhang mit sieben chinesischen Textilprodukten verhängt. Statistiken zufolge hat
China im ersten Quartal seine Ausfuhren an Pullovern und Herrenhosen in die EU rund ver-
vierfacht. Die Regierung in Peking hatte argumentiert, die Daten bezögen sich auf einen zu
kurzen Zeitraum, um Einfuhrbeschränkungen zu rechtfertigen. Heute liefert die Volksrepublik
beispielsweise 198,7 Millionen Jacken nach Europa, gut zehnmal mehr als vor drei Jahren.
Chinas Marktanteil ist von 14,7 auf 72 Prozent nach oben geschossen.


Vive la Resistance - buy made in Germany!
chris-XX - Monoposto-Ducatista, Heuschrecke und potentielle 3-dB/A-Punkte-Landplage


PS. ... Kinder unter zehn haften nicht für Fehler im Straßenverkehr. Bitter für einen Motorradfahrer,
der - um die Kollision mit einem vor ihm plötzlich nach links abbiegenden neunjährigen Radler
zu vermeiden - seine Maschine herumriss und stürzte. Er verklagte die Eltern wegen Verletzung
der Aufsichtspflicht. Vergeblich. Wenn ein Neunjähriger sein Rad sicher beherrscht, muss er im
Verkehr nicht mehr beaufsichtigt werden. --> ICH empfehle jedem Biker eine Vollkasko !!!!

OLG Oldenburg, Az. DAR 05, 343

(in Bezug auf chris-XX)
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... von Konzernen lernen! - 26.1.2006 17:19:23   
Christian Beuthe

 

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GEIZ ist GEIL ???
CLEVER SPAREN IST IN !!!!


Ich bin ein schlechter Sparer. Meine alten Mitschüler sind viel besser. Die sparen schließlich
auch bei der Sparkasse! Irgendwie halt alles kleine Dagoberts: Sie sparen für Häuser, für Urlaub
und Shopping, knausern Ihre letzten Kröten fürs neue Auto zusammen (cash und nicht auf Leasing
oder Pump!). Klasse! - ich will das auch ("mein Haus, meine Yacht, mein Auto, ...") - und mache
es darum besser gleich wie die Großen. Also wie die internationalen Mega-Multi-Konzerne, so von
wegen Steueroase etc.! Da ist lustreicher HARTZ-Urlaub dann real gleich geschäftlich bedingter
"Arbeitsfrust". Statt einen auf tumben gläsern zahlenden Fiskalbürger zu machen, werde ich jetzt
flexibler Steuerzahler: Suche finanzielle Diskretion und monetäre Sicherheit sowie verschwiegene
Finanzkompetenz im vertrauensvollen Vermögensmanagement und zum Zwecke veritabler Steuerlast-
optimierung ein ruhiges Offshore-Inselchen, sicher und weit weg vom bundesdeutschen Finanzadler.
Also, wo gibt"s das trendy stille Abgaben- und Steuerspar-Örtchen für mein neues Nullsummenspiel?

Doch richtig sparen fängt ja schon früher an: daheim und vor der eigenen Wohnungstür: Ich spare
jetzt und ganz direkt. Ich spare also bin ich. Ich intensiviere meine Sparkultur und fange gleich bei
meinen Zulieferern an. Kein Weg führt mich mehr in den exhorbitant-elitäteren Tante-Emma-Laden
von nebenan. Er wird also bald zumachen, ein superbillig Discounter wird den Laden übernehmen,
bei den Löhnen sparen und niedrigpreisigen Ramsch aus Fernost verticken. So werden Wurst und
Milch billig. Oder ich kaufe noch besser gleich abgelaufene und verdorbene Ware, die gibt"s dann
ohnehin zum Mega-Verschleuder-Sparpreis. Protzen war gestern. Sparen bis zum Abwinken heißt
fortan meine neue Kaufen-für-kleines-Geld-Devise! Ihr kennt doch den berüchtigten Job-Kostenkiller
Lopez von VW, was der konnte, kann ich schon lange, krieg" ich locker auf die Reihe - keine Frage!

Überzeugend finde ich dann auch das Sparprogramm von DaimlerChrysler: 16.500 Jobs ade, das
heißt auf neudeutsch dann CORE. Das steht für "Cost down, Revenue up" und bedeutet, "Weniger
raus, mehr rein", also schön die eigenen Säckel voll machen! Ich verkaufe dann auch gleich mein
leidiges Kellergerümpel meistbietend im Web - do-it-myself ist ja klar und schon setzt mein olles
Sparschwein zum wohlig münzgenährten Grunzen an. Dem Fleischer mach" ich dann auch gleich
ordentlich Druck, das geht alles schließlich noch viel billiger - will ja schließlich verkaufen der gute
Mann - denn noch immer gilt: ICH bin der Kunde König! Gibt er mir das endlos abgehangene Aas-
Schnitzel vom Vortag nicht billiger, wechsele ich eben den Metzger. Easy going! So läuft es auch
beim Bäcker, will er nicht so wie ich will, kennt meine GEIZ-ist-GEIL-Mentalität keine Grenzen:
preiswerte Uralt-Tiefkühlware, natürlich ordentlich mit der großen Chemie-Keule behandelt, ist
immer eine plausibel rezitierbare Sparbrötchen-Alternative.

Oft muss ich dann weite Wege gehen und mich am Tresen anmaulen lassen, aber who cares?
Den Gürtel enger schnallen ist mein Motto. Und mein Spardrang geht noch weiter - Rad fahren
ist angesagt, das fördert die Gesundheit und die Ölmultis werden direkt sauber und ordentlich
mit ausgebremst. Null Problem, denn mein ökologisches Gewissen ist gleich mit ruhig gestellt.
Synergie-Effekte als WIN-WIN-Resultat und CORE fühlt sich dann halt ziemlich HARD CORE
an - aber was soll"s - ich spare !!!! Wer will noch was kaufen, wer hat zuviel Kohle für simple
Konsumschlachten, wer braucht Wirtschaftswachstum? Niemand! - Wir sparen uns bankrott?
Von wegen, denn erst wir Sparer schaffen doch jene Geldmengen, die im Reigen des Über-
schwangs sozialfürsorglich Rezessions fördernd verpulverisiert werden. Ergo: Sparen ist in!

Ich lerne auch von Infineon, AEG und Grohe, ebenso durch die Übernahme von Mannesmann
durch Vodafone. Dort betrieb man Smart Savings - "schlaues Sparen": Erst satt Subventionen
kassieren, dann mit Fremdmitteln den Ausverkauf betreiben und schließlich den deutschen
Steuermichel für die feindliche Übernahme, sprich durch satte Verlustzuweisungen der Heu-
schrecken des Privat Equity bluten lassen. Von wegen gar nicht dumm, wirklich richtig schlau
gehamstert nenn" ich das.

Aber ich kann das auch, mein zweiter Name ist schließlich nicht nur Clever, sondern auch
Smart! Nur richtig muß man es anstellen, das Sparen, denn am falschen Ende ausbeuthen
kann ja jede/r, dank Infineon und Co. habe ich von den Großen gelernt: ich gehe jetzt jeden
Morgen ins Fitnessstudio - zum Duschen, aber auch nur, wenn"s nicht draußen regnet, unter
freiem Himmel geht"s ja schließlich billiger und zeitsparender! Time ist schließlich money. Und
wer hat schon was zu verschenken? Ich nicht, ganz noch dem Motto: Nur wer nichts zahlt,
spart vollends und wirklich. Totale Pleite ist angesagt, ganz und gar nichts, keine Ausgaben,
Leben für umsonst, 1-Euro-Job-Zwangsarbeiten ehrenhalber und Kasse machen gratis.That"s
real life anno 2006! Sparen wo"s nur geht ist doch echt einfach - und mit einem fetten ALG II
Einkommen unterhalb des Exxistenzminimums zahl" ich noch nicht mal Steuern, also habe
ich gleich doppelt gespart sozusagen. Das ist dann echt nicht mehr zu toppen! Besser gehts
nicht, sparen for free sozusagen. Echte dritte Weltklasse. Einfach bestens, einfach für umme.
Genial gespart. Ich glaub", ich werd" doch noch ein guter Sparer und freue mich schon heute
aufs nächste Klassentreffen, denn nicht GEIZ ist GEIL sondern CLEVER SPAREN IST IN !!!!


Christian Beuthe im Dezember 2005

(in Bezug auf chris-XX)
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Sehenden Auges geht Deutschland den Bach runter! - 19.7.2006 10:21:32   
chris-XX

 

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Das Ende vom Lied!

Die Firma SPIEGLER Bremstechnik GmbH hat unter Eintrag » 8 IN 563/05 vom 01.06.2006
beim zuständigen Amtsgericht Freiburg im Breisgau Insolvenz angemeldet.

Sicher ist/war SPIEGLER kein wirklicher Konkurrent für Bremstechnik-Massenware aus Fernost.
Aber der Gang der Geschichte zeigt einmal mehr, dass WIR die Konsumenten über geschäftlichen
Erfolg und Missgeschick eines Herstellers mitentschieden haben - und in diesem kleinen "unbedeutenden"
Fall geht es nunmal um einen DEUTSCHEN Produzenten und um "unbedeutende" DEUTSCHE Arbeitsplätze.

Aber wenn in Deutschland die für Arbeitsplätze und Produktionsvermögen notwendigen Investitionen mangels
kaufkräftiger Nachfrage ausbleiben, dann fährt dieses von der GEIZ-ist-GEIL-Mentalität besiedelte kleinkarierte
Land directemente gegen die Arbeitslooser-Wand. *kopfschüttel* In diesem Sinne, ist die SPIEGLER-Insolvenz
ein Paradebeispiel für realen Destruktivsparkonsum!

Im Übrigen stehen ja auch bei der Allianz/Dresdner Bank und beim Daimler einige tausend Stellen auf der
Streichliste - aber Leut"s macht Euch keinen Kopf und kauft"s "ruhigen Gewissens" weiter Auto"s der Marke
"Nichts ist unmöglich" - transferiert damit in Deutschland benötigtes Kapital ins Ausland - und in der Folge
die Arbeitsplätze hier in good old Germany gleich mit nach Fernost. Nur weiter so - Nipponland freut sich!

Herzlichen Gruss
Christian

(in Bezug auf chris-XX)
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Re: GEIZ IST GEIL ??? - 19.7.2006 14:56:37   
Hansam

 

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Christian, das sehe ich doch etwas differenzierter.
Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber die Ware aus Fernost hat uns hier in Mitteleuropa mindestens teilweise in Sachen Qualität überholt.
Was interessiert mich ein Mercedes aus Sindelfingen, der über den neuesten SchnickSchnack verfügt, aber wegen eines simplen Relais einfach stehen bleibt und kurz darauf wieder etc.?
Was finde ich an Bremsscheiben obgenannter Firma gut, wenn sie ständig verziehen wenn sie heiss mal kurz mit Spritzwasser in Berührung kommen (soll auf Rennstrecken auch mal regnen, habe ich gehört), Produktionsfehler haben etc.?
Genau, gar nix!

Einige "Hightech"-Unternehmen haben mittlerweile den Blick für das Wesentliche verloren: Man will nur fahren, sicher und elegant von A nach B gelangen (ist hier nur ein Beispiel).
Frage: Wer braucht dazu ein i-Drive, das nicht zu bedienen ist? Wer muss dazu ein Alufahrwerk haben, das mit ausgeschalteten Helferlein ( a) weil man es abschalten kann und b) weil auch mal eine Lichtmaschine kaputt gehen kann) einfach bricht? Führt das in Bezug auf Produkte aus Fernost zu grossem Wehklagen und noch grösserem Rumgehuppe und -possaune in sogenannten Fachzeitschriften, so wird es bei einheimischen Produkten einfach unter den Teppich gekehrt.

Was wird denn so billig aus Fernost oder -west gekauft? Einfach Hausmannskost, die funktioniert. NIX ANDERES!
VW (MERKE: steht für VOLKSWAGEN) biete einen Volkswagen (Fox) an, der in seiner billigsten Version hier in der Schweiz satte 14k Fr. kostet und dazu NIX drin hat. BTW: Der wird noch nicht mal in Deutschland produziert. Leistet sich andererseits so "Schnäppchen" wie den Golf (ab 22kFr.), Passat (ab ca. 36kFr.), Phaeton (ab ca. 66kFr.), die ständig mit nur einem Licht rumfahren (wenn sieh"s den tun, siehe Pannenstatistik), Getriebe-Schäden haben, Innenverkleidungen abblättern, Uraltmotoren drin haben (siehe 2.0-115PS Benziner. Mit über 25 Jahren DER Methusalem-Motor schlechthin) und das alles unter dem Deckmäntelchen der "Premiummarke". Oder warum soll ich wegen neuen Scheinwerfern und neuem Sicherheitskonzept (ja war den der Alte nicht sicher?) 6kFr. mehr aufwerfen für die neue E-Klasse?

All den Beispielen übrigens gemeinsam ist, dass die meisten SOGENANNTER Produkte MADE IN GERMANY gar nicht mehr in Deutschland produziert werden!!!!!

Neuestes und letztes (leider auch durch die Zeitschrift gefördertes) Beispiel ist die F800 von BMW. Ich bin das Teil gefahren. Einerseits ein sogenanntes "Vorserienmodell", andereseits ein aktuelle Kiste gestern. Kiste, ja, DAS ist kein Motorrad, schon gar kein fertiges! Das ist ein Ärgernis auf zwei Rädern. Verbaut BMW einen Sack voll "Innovationen" an dem Ding, versauen sie gleich die Vorteile, in dem sie 3 x mehr Nachteile einbauen. Was nützt beispielsweise ein gemäss Prospekt "Zahnriemenantrieb, der die Antriebseinflüsse ausschliesst und ein ruhiges Fahren erlaubt", wenn das Getriebe soviel Spiel hat, dass dieser angebliche Vorteil ad absurdum geführt wird?
Oder Telelever: Super beim Bremsen von wegen Stabilität, nur weiss jeder Physiker (oder halbwegs-Phisiker), dass dies mehr ungefederte Masse bedeutet sprich schlechteres Ansprechverhalten der Federelement = intransparenz = auf die Schnauze fliegen.
Die Liste lässt sich nahezu ENDLOS erweitern.

Auf der anderen Seite die Japaner, die zwar in der Anschaffung nur klein wenig billiger sind, aber auf der HABEN-seite eine Qualität und Fertigungsreife haben, die Seinesgleichen sucht. Da werden Systeme verbaut, die sich so schon tausend- und millionenfach bewährt haben. Das senkt nicht nur die Herstellungs- sondern auch die Entwicklungskosten, weil die letzteren nur noch in die schrittweise Produktverbesserung gesteckt werden müssen.

Auch hier ein Beispiel aus der Praxis: VW hatte für seine PWs im Jahre 2000 rund 24 verschiedene Vordersitze fahrerseitig im Programm (heute dürften es etliche mehr sein). Toyota gerade mal 4. Und die Produktepalette ist bei letzerem eher grösser. Was lernen wir daraus: Anstatt ständig gebrochene Sitze zu haben wie damals beim Passat hält so ein Toyota-Sitz ewig, auch wenn er nicht ganz so schick aussieht (neu).

Spiegler ging IMO vor allem darum ein, weil Brembo seit 4 Jahren auch für normale Motorradfahrer plötzlich erschwingliche Produkte auf den Markt bringt, die qualitativ sogar richtig gut sind.
Früher hat Spiegler davon profitiert, dass Brembo elitär war und zu teuer, heute hat Brembo dafür noch die Oro-Linie, und der Rest ist gut und trotzdem günstig. Und das hat nix mit geiz zu tun. Zudem hat"s Spiegler schlicht verpennt, sich auf seine Spezialität zu besinnen und sich auf diese zu konzentrieren. Beispiel: Sämtliche Gileratreiber suchen seit Ewigkeiten Bremsscheiben für ihre Geräte. Spiegler bot diese jahrelang an. Dann plötzlich nicht mehr. Die japanische Geräte fahrende Kundschaft sei interessanter. Wir haben gerne 560 Euro für 2 Bremsscheiben vorne abgedrückt (was bitte ist da geil?), aber wenn man das nicht mehr anbieten will ...
Danke, aber da künde ich die Kundschaft.

Tja, Chris, was lernen wir daraus?
a) Wo Made in Germany draufsteht ist selten welches drin!
b) Womöglich hättest Du besser Kohle gespart. Piäch und Konsorten wird"s froien, bedanken werden sie sich nicht.
c) Teurer ist leider häufig nicht besser.
d) Dies ewige gejammere bringt nix. Nur leider gehört das bei Euch Deutschen zur Kultur.
e) Woher es auch kommt: Hauptsache gut.
f) Uns zu guter Letzt: Der Deutsche Aufschwung in den 50ern und 60ern kam nicht zuletzt dem Umstand zugute, dass Deutschland damals eine Billiglohn-Insel war!

Gruss

Sam (der offenbar auch hier mitschuld ist)

Sam

(in Bezug auf chris-XX)
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Re: GEIZ IST GEIL ??? - 20.7.2006 4:47:10   
peter-k

 

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quote:


Auf der anderen Seite die Japaner, die zwar in der Anschaffung nur klein wenig billiger sind, aber auf der HABEN-seite eine Qualität und Fertigungsreife haben, die Seinesgleichen sucht.

Das gilt ja nur fuer einige japanische Renommiermodelle, die imagebestimmend sind.

Der Rest ist teilweise von laecherlicher Detailqualitaet, auch heute noch. Ich hab" darauf keinen Bock mehr.

Ich meine die Qualitaet der japanischen Autos ist nicht unbedingt zu vergleichen mit dem Motorradsegment. Trotzdem hast Du natuerlich in vielem Recht. Das mit der F800 ist ein Witz. Nie mehr ein Motorrad mehr aus dem ersten Produktionsjahr! Ich bin gebrannt durch die 2002 V-Strom.


Gruss
Peter

(in Bezug auf chris-XX)
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Re: GEIZ IST GEIL ??? - 20.7.2006 8:20:18   
Hansam

 

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Einen habe ich noch:
Ich bin gestern mal kurz im MOTORRAD über die Supertest-Bestenliste geflogen. Da finde ich doch glatt mehr als eine BMW, die ab Werk 17"000 Toiro oder mehr kosten.
ACHTUNG: DAS sind 34"000 MARK! Hallo, aufwachen!
Und die Marke ist die, die sich am Besten verkauft in Deutschland.

Geht es denn Deutschen schon SO schlecht, dass sie für 34"000 Mark nur ein Motorrad kriegen? Stimmt, die sind ja nicht umsonst: Damit wird die 35h Woche plus noch all den Krimskrams rundherum bezahlt.
Und wie sagt man so schön? Wer mehr Freizeit hat braucht mehr Geld!
Euch geht es definitiv zu gut!

Gruss

Sam (der sich noch nie ein Motorrad gekauft hat, das über 3"000 Oiro gekostet hat, damit aber immer gut und schnell unterwegs ist!)

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« Verständnis durch vollumfängliches Begreifen » - 20.7.2006 9:45:13   
chris-XX

 

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hi Sam,

Du ich jammere nicht - absolut nicht. Ich stelle nur mal die tatsächlich bestehenden Mißstände hier
in Deutschland (oder eigentlich besser in EUROPA !!!!) dar. Fakt ist nämlich, dass die Produktions-
kosten hier mittlerweile derart exorbitant teuer sind, dass sich viele normale Menschen eben den von
Dir angeführten VW Fox nicht mehr zu leisten in der Lage sind, und demgemäß z. B. auf einen billigen
in, ich glaube Ungarn gefertigten, Logan zurück greifen. Nur mal als Beispiel.

Vielleicht hilft ein bisschen Hintergrundwissen? Eine Ducati z. B. wird im italienischen Stammwerk in
Borgo Panigale in der Nähe von Bologna jeweils weistestgehend von einem einzigen Mitarbeiter komplett
zusammengeschraubt. Der unterschreibt dafür mit seinem Namen. Das ist bei Modellen aus Nippon-Land
sicher ganz ähnlich, nur das diese eben z. T. in Niedriglohnländern wie Taiwan oder Indonesien gefertig
werden - mit dem dort ganz sicher deutlich günstigeren Lohnniveau und ohne soziale Sicherungsleistungen.

De facto läuft es also auf Folgendes raus: Motorräder der Marke BMW werden in Berlin hergestellt! Was
verdient ein Arbeiter hier in Deutschland (oder Europa) bzw. wieviel muss er verdienen um sich die hiesigen
Lebenshaltungskosten leisten zu können? Und was verdient ein Arbeiter in Fernost um dort leben zu können?
Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wir Europäer, also nicht nur die Deutschen, können uns unsere EIGENEN
Produkte (bald) nicht mehr leisten. Und wo nichts mehr gekauft wird, fehlt folglich das Geld für Forschung, für
Entwicklung, sowie für Investitionen in neue Produktionsanlagen und dergleicher mehr. Ob dies bei den mondänen
Eidgenossen so viel anders ist, möchte ich mal glatt bezweifeln oder zumindest in Frage stellen. Denn mittler-
weile werden ganze Konzernbereiche ins billigere fernöstliche Ausland verlegt, die Arbeitsplätze gehen hier
verloren, damit reduziert sich auch die Kaufkraft hier vor Ort! - Wer heute Hartz IV in Deutschland bekommt,
kann sich keine grossen Sprünge mehr leisten, geschweige denn sich herkunftsbewusst und Vaterlands-
patriotisch hochwertige oder teure Produkte aus heimischer Herstellung mehr leisten - und wieder fallen
vielleicht Arbeitsplätze aufgrund von Firmenpleiten und dergleichen weg - ein tödlicher K.O.-Kreislauf.

Fernost profitiert heute bereits von den Managementfehlern hier in Europa und von Deutschland im
Speziellen, gar keine Frage. Da gibt es so viele Beispiele, wüsste gar nicht welches aufzeigen! Aber
um Dein Beispiel der BMW aufzugreifen, schau" besser mal auf die weltweiten Produktionsstückzahlen!

Gruss
Christian

(in Bezug auf chris-XX)
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Re: GEIZ IST GEIL ??? - 20.7.2006 10:34:03   
Hansam

 

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Tja, Chris:
Klar produziert BMW weltweit wenige Maschinen, aber die Deutschen kaufen diese wie geschnitten Brot, während dem MuZ z.B. kein Bein auf den Boden bringt, weil DIESELBEN Deutschen (ach nein, das sind ja die Wessis, die kein Ossi-Produkt kaufen, obwohl es IHR ja alle Deutschland seit ...) die Kisten schneiden, obwohl das sehr gute Produkte (ich behaupte sogar besser als die aus Bayern) sind.

Fakt ist: Das mit den Lebenshaltungskosten ist so. Nur warum?
Tja, wer "nur" 35 bzw. 30 h pro Woche arbeitet bei GLEICHEM Lohn, der ist eben toirer. Wer dann dazu noch regelmässig streikt für 2 oder 3 Prozent mehr, macht das Paket nicht billiger.
Historie: Den Deutschen ging es in den 40ern bis 60ern schlecht und die haben gearbeitet bis zum Umfallen und Kinder gekriegt ohne Ende. Dann Gewerkschaften, Wohlfahrtsstaat, hohe Gehälter, dicke Renten, kaum mehr Kinder, kein Geld in der Kasse. Jetzt aber auf Wohlfahrtsstaat, Kohle und Rente verzichten bzw. mehr dafür arbeiten? Denkste!
Das so natürlich auch die Lohnnebenkosten massiv steigen ist ja klar.
Und von den Steuern (weil Kommunen und Länder jetzt auch soeben wieder dazu genötigt wurden, die Mitarbeiterzeiten auf 35h zu beschränken) wollen wir hier mal gar nicht reden.

Sogar der Standort Schweiz ist heute billiger als der Standort Deutschland! Wir arbeiten aber auch mindestens 40h, die meisten haben 42h im Vertrag stehen.
Und wir haben die Gewerkschaften entmachtet. Und genau das ist der Schlüssel!

Aber da Deutschland weiterhin am Gängelband von IG-Metall und Co. hängt wird sich das nie bessern. Den die meisten Kosten für Unternehmen werden noch immer über Löhne generiert. Und das hat Folgen.

Deutschland schiebt die schon lange notwendige Zäsur vor sich her und schaut zu, wie es bankrott und vor die Hunde geht. Und die Gewerkschaften und Betriebsräte sind die Gralshütter!
Bald werdet Ihr Euch noch nicht mal den Billigschrott aus Fernost leisten können.

Gruss

Sam (der übrigens glaubt, dass sich BMW nicht wegen innovativer Technik oder Qualität verkauft. Es ist das Image und der Herdentrieb (wenn das alle haben, muss ich das sicher gut) und die Profilneurose (wenn mein Nachbar das hat, will ich das auch))

P.S. All dies hat nix mit Motorradfahren zu tun.

(in Bezug auf chris-XX)
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Nobel geht Deutschland den Bach runter ... - 20.7.2006 10:50:31   
chris-XX

 

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quote:

Tja, Chris ...

Deutschland schiebt die schon lange notwendige Zäsur vor sich her und schaut zu, wie es bankrott und vor die Hunde geht. Und die Gewerkschaften und Betriebsräte sind die Gralshütter!
Bald werdet Ihr Euch noch nicht mal den Billigschrott aus Fernost leisten können.

Gruss

Sam

P.S. All dies hat nix mit Motorradfahren zu tun.


hi Sam,

da kann ich mich Deinen Ausführungen nur vollumfänglich anschliessen - echt!
Wobei die Gründe wahrscheinlich noch bedeutend vielfältiger sind. Es müsste
dringenst was geändert werden - aber welcher Lulli-Politker traut sich denn, das
seinen Wählern direkt ins Gesicht zu sagen? Keiner.

Abgesehen davon, es müsste eine weitreichende Neustrukturierung kommen,
denn wenn ich z. B. eine Immobilie finanzieren will, dann kostet die heute so
und so viel in der Herstellung (übrigens bereits schon heute vielfach mit Niedrig-
lohnarbeitern aus den EU-Ostländern erstellt!) und um mir die leisten zu können
muss ich so und so viel verdienen. Gleiches beim Motorrad. Klar werden hier in
Deutschland (glücklicherweise !) BMW"s gekauft - das sichert immerhin ca. 2.500
Leuten hier in Deutschland einen Job !!!! Ob die Preise und die Qualität dem
Produkt Motorrad aus Berlin angemessen sind - ist eine andere Frage. Aber ich
dachte gestern Abend z. B. mal an den Zubehörhandel (womit wir dann doch
wieder beim Thema Motorrad wären) - genauer an die Lederkombis - die kommen
doch alle wohl weitestgehend aus Fernost - weil billiger beim Hein, der Luise & Co.
Letztlich der gleiche Mist (aus volkswirtschaftlicher Sicht) wie bei den Autos!

Gruss
Christian

PS. ... im Übrigen kenne ich einige Schweizer - und die stöhnen auch unter den Gemeinkosten!

(in Bezug auf chris-XX)
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Re: GEIZ IST GEIL ??? - 20.7.2006 11:35:22   
Hansam

 

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Klar jammern wir Schweizer auch.
Sonst kommen ja alle zu uns!

Im Ernst: Ein Blick über die Grenze heilt jeweils wieder für längere Zeit.

Gruss

Sam

(in Bezug auf chris-XX)
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Never give up! - 21.7.2006 14:55:38   
chris-XX

 

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Freut" mich irgendwie, dass es für Lothar Spiegler doch weiter geht!
Habe ihn persönlich als netten, kompetenten und zuverlässigen Menschen kennengelernt.

Gruss
Christian

(in Bezug auf chris-XX)
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Re: GEIZ IST GEIL ??? - 22.7.2006 3:44:18   
peter-k

 

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quote:

Tja, Chris:
Klar produziert BMW weltweit wenige Maschinen, aber die Deutschen kaufen diese wie geschnitten Brot, während dem MuZ z.B. kein Bein auf den Boden bringt, weil DIESELBEN Deutschen (ach nein, das sind ja die Wessis, die kein Ossi-Produkt kaufen, obwohl es IHR ja alle Deutschland seit ...) die Kisten schneiden, obwohl das sehr gute Produkte (ich behaupte sogar besser als die aus Bayern) sind.

Honda ist die Nr. 1 in Deutschland, in der Mehrzahl der Jahre jedenfalls. Und wenn man die BMW Jahresend-Zulassungstricks herausrechnen koennte, dann waehre Honda wahrscheinlich fast jedes Jahr Nr. 1.

Honda baut lt. Meinung vieler die langweiligsten Motorraeder. Honda ist auch nicht billig. Und die stecken Geld in Sicherheitsdetails welche die Kunden sogar gerne bezahlen - auch bei Hondas presiwerteren Modellen.

(in Bezug auf chris-XX)
Private Nachricht senden Post #: 53
Tut das Not?! - 22.7.2006 20:33:49   
chris-XX

 

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quote:

Tja, Chris:
Klar produziert BMW weltweit wenige Maschinen, aber die Deutschen kaufen diese wie geschnitten Brot, während dem MuZ z.B. kein Bein auf den Boden bringt, weil DIESELBEN Deutschen (ach nein, das sind ja die Wessis, die kein Ossi-Produkt kaufen, obwohl es IHR ja alle Deutschland seit ...) die Kisten schneiden, obwohl das sehr gute Produkte (ich behaupte sogar besser als die aus Bayern) sind.

Honda ist die Nr. 1 in Deutschland, in der Mehrzahl der Jahre jedenfalls. Und wenn man die BMW Jahresend-Zulassungstricks herausrechnen koennte, dann waehre Honda wahrscheinlich fast jedes Jahr Nr. 1.

Honda baut lt. Meinung vieler die langweiligsten Motorraeder. Honda ist auch nicht billig. Und die stecken Geld in Sicherheitsdetails welche die Kunden sogar gerne bezahlen - auch bei Hondas presiwerteren Modellen.


hallo Peter,

auch andere Hersteller stecken Geld und Initiative in » Sicherheitsdetails:

Auszüge aus einem internen Serviceschreiben!

6. Kundenfrage:
Der Kunde erklärt, dass er keine Bremsleistung zur Verfügung gehabt habe.
Eine ergänzende,Aussage ist, dass die Bremse ausgefallen sei.

Erklärung:
Hier mussder Service Berater exakt hinterfragen! Diese beiden Fragen könnten im
gleichen Zusammenhang gesehen werden.
Es kann in diesem Falle ein Systemausfall vorhanden gewesen sein, der vom
Kunden nicht registriert wurde. In Erwartung der Bremskraftverstärkung stand dann
nur die Restbremse zur Verfügung.

--------------------------------------------------------------------------------

Wobei ich es nach wie vor für denkwürdig halte - einen vorhandenen realen Fehler gegenüber einem unbedarften
Kunden nicht wirklich auszumerzen, sondern nur zu "kaschieren" möchte ich mal sagen, das erscheint mir doch
äußerst fragwürdig. Ich denke einfach nur, dass » ICH « mir als Fahrer eines Motorrades etwas mehr als nur
dumm vorkäme, mir ein potentiell systemimmanent fehlerbehaftetes Produkt für teures Geld zu kaufen und mir
nebenbei ggf. die ursprünglichen Prüfdokumente, also meine Mängelbestätigung, vorenthalten wird. Da befinde
ich mich als Kunde doch in einem trügerischen Sicherheitsdogma! ich halte das für falsch und gefährlich.

Scheint aber tatsächlich so, dass andere Käufer z. B. die von Dir angesprochenen Honda-Jünger dies wohl
auch erkannt haben. Auch habe ich gehört, dass die Französische Polizei eine Order über 600 blau-weisse
Propeller-Maschinen mit ABS stornierte - über die Gründe lässt sich dementsprechend vortrefflich spekulieren.
Das wiederum finde ich dann doch wieder schade, stellt sich doch die Frage, nach der Zielgruppen gerechten
Modellpolitik, bzw. mir scheint, dass diese im Detail eher von Technikvernarrten ausser Acht gelassen wird.

Gruss
Christian

(in Bezug auf chris-XX)
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Re: GEIZ IST GEIL ??? - 23.7.2006 4:16:34   
peter-k

 

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"Geiz ist geil" war der wahrscheinich am meisten schaedliche Werbespruch der jemals in die Welt gesetzt wurde, und der wohl beste Beweis fuer die Schaedlichkiet von Marketing, wenn man dem zu viel Macht gibt. Aber ich bin sicher, dass die Urheber nun schon lange in irgendwelchen Vorstandsetagen sitzen, mit millionenschweren Gehaeltern.

Das Motorrad soll eine positive und angehme Erfahrung sein. Und das ist es fuer mich. Ich hab" keine Lust auf dieses ewiges Gemecker ueber Kleinkram. Da ist der Hebelweg ein bischen lang, oder der Sensor reagiert nicht in jeder Situatation 100% akkurat, und schon sieht man von Seiten der Forenlandschaft hunderte von BMW Treibern in den Tod rasen. Meine Frau ist auch nicht perfekt. Ich will das sie smart wie Einstein ist, Titten hat Jessica Biel, und Stil wie Sophia Loren. Hat"se alles nicht, und ich lebe noch! Das BMW ABS ist sicher nicht perfekt, wie vieles andere im Leben. Es war wahrscheinlich niemals perfekt, und wird es auch niemals sein.

Gruetzi
Peter

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Nobody is perfect, aber GEIZ ist DUMM !!! - 23.7.2006 11:19:20   
chris-XX

 

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Status: offline
hallo Peter,

sicher ist oder wird nie was absolut perfekt sein - aber ich halte es für falsch, ein Produkt - gleich
was oder von wem - eben als absolut zuverlässig zu verkaufen, ohne die Defizite aufzuzeigen. Und
wenn eine Werktstatt da mitspielt, dann macht sie sich im Falle eines Unfalles, der auf einen Fehler
bei der Bremsanlage zurück zu führen ist, im Zweifel - zumindest für mich - (moralisch) mitschuldig.


@ motorradmeister,

tja, die Sache mit dem Can-Bus, die funktionierte auch schon bei Ducati nicht auf Anhieb perfekt, bei
weitem nicht, obwohl es an sich gesehen eigentlich eine gute Sache ist - ebenso wie"s ABS an sich!
Auf einen "Ausfall der Bremskraftverstärkung beim Integral-ABS" kann sicher jeder Fahrer in einer
Gefahrensituation getrost verzichten. Als tolles Erlebnis stelle ich mir beim Bremsen Bremsen vor,
die ihrem Namen und ihrer benötigten Funktionsweise 100pro gerecht werden. Nichts anderes.

--------------------------------------------------------------------------------

Abschließend möchte ich nur noch sagen, ich halte es nicht unbedingt für klug, Produkte zu kaufen,
deren Funktionsweise nicht in allen Situationen zuverlässig gegeben ist. Vielleicht besinnen sich in
diesen Fällen, dann ja doch die Käufer ihrer GEIZ-ist-GEIL-Mentalität und kaufen Nippon-Schrott, was
ich dann aber wieder für absolut und gänzlich katastrophal befinden möchte, könnte es doch wieder
nachhaltig auf Kosten der Arbeitsplätze hier in Deutschland gehen.

Gruss
Christian - heute im HR www.ironman.de guckend! Kommt hart aber gut.

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Euro-Qualitätsprodukte oder fernöstlicher Billigschrott - 19.9.2006 11:35:26   
chris-XX

 

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Alles nur eine Frage des bewussten europäischen Verbraucherkonsums?


LESEN: » DER WESTEN VOR DEM ENDE !!!!


Gruss
Christian

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