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Zulässigkeit von getönten oder verspiegelten Visieren

 
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Zulässigkeit von getönten oder verspiegelten Visieren - 18.4.2005 18:53:08   
mps_icke

 

Beiträge: 1
Mitglied seit: 18.4.2005
Status: offline
Hallo!
In verschiedenen Foren und von Freunden habe ich mittlerweile so viele unterschiedliche Meinungen zum Thema Visiere gelesen bzw. gehört, dass ich jetzt mal euch fragen muß:

Sind verspiegelte bzw. stark getönte Visiere nun zulässig oder nicht.
Wie sind die gesetzlichen Grundlagen (falls es welche gibt) und welche Konsequenzen drohen?

Vielen Dank im Voraus.

Icke
Private Nachricht senden Post #: 1
Re: Zulässigkeit von getönten oder verspiegelten Visieren - 21.4.2005 9:44:06   
Th. Dentges (MOTORRAD)

 

Beiträge: 49
Mitglied seit: 9.8.2004
Status: offline
Hallo Icke,

das Thema wurde von MOTORRAD schon öfter behandelt, aber jetzt gerne noch einmal im "Replay".

Auszug aus dem Expertenforum:
"Getönte Visiere
Mit welchen Konsequenzen muss ich bei einem Unfall rechnen, wenn ich einen Helm mit getöntem Visier trage?

Michael Winter, Verkehrsrechtexperte in Kornwestheim (winter@jurathek.de):
Wenn man ein getöntes Visier in Situationen schließt, in denen es die Sicht behindert, so ist das ein Verstoß gegen Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung. Diese Norm legt die Verantwortung jedes Fahrers für seine freie Sicht fest. Ein getöntes Visier in der Dunkelheit kann somit einen Verstoß gegen geltendes Recht darstellen und mit einem Bußgeld geahndet werden. Nicht genehmigte Visiere, wie etwa stark getönte oder blau verspiegelte ohne ECE-Nummer, sind mit besonderer Vorsicht zu genießen – hier ist möglicherweise schon die Sicht tagsüber eingeschränkt, was zu den gleichen Folgen führt.
Unabhängig von einem möglichen Bußgeldverfahren können im Falle eines Unfalls auf den Träger eines dunklen beziehungsweise nicht genehmigten Visiers erhebliche Folgen zukommen. Hier drei Beispiele:

Fall a.) Reagiert ein Motorradfahrer bei einer Vorfahrtsverletzung aufgrund des getönten Visiers zu spät, kommt möglicherweise ein Mitverschulden oder eine Gefährdungshaftung in Betracht – die ihm zustehenden Ansprüche werden prozentual gekürzt.

Fall b.) Verursacht ein Motorradfahrer aufgrund eines dunklen Visiers, das heißt aufgrund eingeschränkter Sicht, einen Unfall, wird eine Vollkaskoversicherung wohl ihre Eintrittspflicht verneinen.

Fall c.) Muss der Haftpflichtversicherer des Motorradfahrers im Fall b.) Schäden eines Unfallgegners regulieren, wird er möglicherweise Regress zumindest in Höhe von bis zu 2500 Euro beim versicherten Motorradfahrer nehmen wollen, sofern feststeht, dass der Unfall bei freier Sicht nicht geschehen wäre.

Die stark getönten Visiere mögen optisch einen Gewinn bringen – aus meiner Sicht stellen sie sowohl bußgeld- als auch zivilrechtlich ein viel zu großes Risiko dar."

(in Bezug auf mps_icke)
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