Witschaftlicher Totalschaden nach Gutachten. Bitte um Hilfe

 
Verwandte Themen anzeigen: (in diesem Motorrad Forum | in allen Motorrad Foren)
Angemeldet als: Guest
Benutzer in diesem Thema : Keine
  Druckversion
Alle Foren >> [1000PS Motorrad Community] >> Probleme Rechtliches >> Witschaftlicher Totalschaden nach Gutachten. Bitte um Hilfe Seite: <<   < Zurück  1 2 3 [4]
Benutzer
Beitrag << vorheriger Beitrag   nächster Beitrag >>
sorry - 3.11.2014 8:19:11   
ignaz1


Beiträge: 14783
Mitglied seit: 19.5.2005
Wohnort: Wien
Status: offline
aber erstens würdest du mit der aktenzahl nix anfangen da du keine akteneinsicht hast und zweitens sind das persönliche daten die ich nicht in einem forum posten werde.

aber wie kommst du darauf dass der ogh eine andere ansicht vertritt, ich kenne das jedenfalls nicht.

wenn mir jemand absichtlich durch zu viel strom 10.000 glühbirnen kaputt macht bekomme ich die glühbirnen und einen angemessenen ersatz für den tausch derselben, weil es absicht war. bei einem verkehrsunfall wird aber im seltensten fall absicht dahinterstecken sondern eine form von fahrlässigkeit, hoffentlich keine grobe, technische mängel, oder ähnliches. denn wenn nämlich absicht dahinter steckt wird die versicherung zwar zahlen, aber vom versicherten regress fordern.

_____________________________

Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.
Hubert Hirsch


(in Bezug auf MK1971)
Private Nachricht senden Post #: 91
nein - 3.11.2014 8:20:05   
ignaz1


Beiträge: 14783
Mitglied seit: 19.5.2005
Wohnort: Wien
Status: offline
.

_____________________________

Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.
Hubert Hirsch


(in Bezug auf fedderteam)
Private Nachricht senden Post #: 92
ogh - 3.11.2014 8:55:02   
MK1971


Beiträge: 5634
Mitglied seit: 11.7.2012
Wohnort: Linz
Status: offline

quote:

ORIGINAL: MK1971

quote:

ORIGINAL: fedderteam
und was sagt dein max nun dazu??? (kopfschüttel)

Max sagt dazu, daß es ein Totalschaden ist.

Hier hast den OGH-Spruch dazu und falls du grad kein "besonderes" Kraftfahrzeug dein eigen nennst, hast eben Pech.

Auszugehen ist von der Bestimmung des § 1323 ABGB, wonach ein Schaden grundsätzlich durch Wiederherstellung des Zustandes vor der Beschädigung gutzumachen ist. Dies bedeutet, daß bei Beschädigung einer Sache die Ersatzleistung regelmäßig in der Reparatur dieser Sache besteht. Der Beschädigte kann somit grundsätzlich die angemessenen Kosten der Reparatur verlangen. Ein Anspruch auf Ersatz der Reparaturkosten besteht nur dann nicht, wenn die Reparatur des beschädigten Kraftfahrzeuges unmöglich oder unwirtschaftlich wäre, also ein sogenannter Totalschaden angenommen werden müßte. Unwirtschaftlichkeit der Reparatur, somit das Vorliegen eines Totalschadens, ist regelmäßig dann anzunehmen, wenn der Zeitwert bei der Schadenszufügung erheblich hinter den veranschlagten Reparaturkosten zurückbleibt. Der vom Schädiger in Geld zu ersetzende Sachschaden findet grundsätzlich im Zeitwert = Wiederbeschaffungswert der beschädigten Sache seine Grenze (vgl. ZVR 1970/34; ZVR 1974/55; ZVR 1975/ 79; SZ 41/114 = ZVR 1969/115 u. a.). Dieser Grundsatz muß indes dann eingeschränkt werden, wenn ein Markt zur Beschaffung eines gleichwertigen Ersatzgegenstandes nicht vorhanden ist. Kein Markt für gleichwertige Gegenstände besteht z. B. für Fahrzeuge einer speziellen Bauart, die auf dem Markt nicht zu kaufen sind. Während es mithin insbesondere bei serienmäßigen Kraftfahrzeugen und anderen Gegenständen, bei denen auf dem Markt ein gleichwertiger gebrauchter Gegenstand gekauft werden kann, auf den hiefür auszulegenden Preis ankommt, muß bei den Gegenständen, für die ein Gebrauchtwagenmarkt nicht besteht, eine Bewertung dahin stattfinden, welchen Wert der zerstörte Gegenstand für den Eigentümer noch hatte. Das wird durch eine technische Bewertung des zerstörten Gegenstandes unter Berücksichtigung des Verhältnisses zwischen der Gesamtlebensdauer und der im Zeitpunkt der Zerstörung noch vorhandenen Benutzungszeit ermittelt. Dabei sind die persönlichen Verhältnisse des Geschädigten zu berücksichtigen (vgl. Wussow, Das Unfallhaftpflichtrecht[12], Randzahl 1196 a; BGH VersR 64, 257; WJ 59, 174).




_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf MK1971)
Private Nachricht senden Post #: 93
o - 3.11.2014 9:00:37   
MK1971


Beiträge: 5634
Mitglied seit: 11.7.2012
Wohnort: Linz
Status: offline
Das Gesetz macht keinen Unterschied zwischen Schäden von versicherten und von unversicherten Verursachern.

Und was die Versicherung vom Verursacher verlangt kann dem Geschädigten egal sein.

_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf ignaz1)
Private Nachricht senden Post #: 94
o - 5.11.2014 16:42:54   
MK1971


Beiträge: 5634
Mitglied seit: 11.7.2012
Wohnort: Linz
Status: offline
quote:

ORIGINAL: ignaz1
aber wie kommst du darauf dass der ogh eine andere ansicht vertritt, ich kenne das jedenfalls nicht.

wenn mir jemand absichtlich durch zu viel strom 10.000 glühbirnen kaputt macht bekomme ich die glühbirnen und einen angemessenen ersatz für den tausch derselben, weil es absicht war.

Schreibt er nix mehr dazu? Kein Kommentar? Keine Meinung? Schade ...

Weißt warum deine These nicht stimmen kann und warum dein Rechtsstreit ein Jahrhundertfall war?
Weil dir der Typ den Wert der Glühbirne ersetzen muß, aber ned die Glühfaden einbauen müssen wird.
Weil dir a kaputter Kotflügel durch an neuen Kotflügel ersetzt wird, aber du niemand zwingen kannst an Kotflügeltotalschaden per feinster Handarbeit ausklopfen zu müssen.
Weil du an Elektromotor ersetzt bekommst wenns wirtschaftlich sinnvoller ist als den alten Motor neu wickeln zu lassen.
Weil du in millionen Rechtstreitereien bewiesen bekommst, daß komplexe Systeme ausgetauscht werden, wenn es wirtschaftlich sinnvoller ist als ihre kleinsten Einzelteile in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.
Weil ein Motorrad - so lieb wir es haben wollen - nichts anderes als ein komplexes System ist, dessen Verkehrswert, wenn wirtschaftlich sinnvoll, ersetzt wird aber niemand gezwungen werden kann seine kleinsten Einzelteile in ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Und zwischen Glühbirne und Motorrad ist in diesem Punkt kein Unterschied, jedes technische Teil besteht aus vielen Einzelteilen, deren Ersatz sehr oft ein vielfaches des kompletten Teils kostet.

Gewisse Dinge kann man auch gar nicht richten, wie zb die Glühbirne oder ein Motorrad, das in eine Presse gefallen ist.
Wie soll der Gesetzgeber nun jemand zwingen den ursprünglichen Zustand herzustellen, ohne einen Preis abzüglich der Wrackkosten festzusetzen und dir die Kohle einfach rüberschieben lassen?
DAS ist allgemein übliche Rechtssprechung und ned dein Spezialglücksfall.



< Beitrag bearbeitet von MK1971 -- 5.11.2014 16:46:05 >


_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf ignaz1)
Private Nachricht senden Post #: 95
ich habe geantwortet - 6.11.2014 6:47:06   
ignaz1


Beiträge: 14783
Mitglied seit: 19.5.2005
Wohnort: Wien
Status: offline
wo die antwort hin ist weiß ich aber nicht

klar wird er mir den wert der glühbirne ersetzen, nur hat er bei vorsätzlich angerichteten schaden keine versicherungsleistung zu erwarten, dh. die versicherung wird in regress gehen

es geht auch nicht um den glühfaden oder die handgedengelten kotflügel etc. sondern um das abgelten des schadens. und dass dieser schaden in geldwert abgegolten werden muss steht auch so im versicherungsgesetz, sonst könntens dir ja auch einen anhänger voll erdäpfel hinstellen, wir haben aber ein geldwirtschaftssystem das für (fast) alle gilt.

aber es geht darum ob es rechtens ist dass die versicherung den so genannten restwert abzieht und noch dazu über die besitzverhältnisse deines eigentums entscheiden darf. und das ist nicht der fall. es ist und bleibt das eigentum des verischeungsnehmers und die versicherung hat, wie du selbst geschrieben hast, den wert des schadens zu ersetzen. sie ziehen dir beim austausch des kotflügels ja auch nicht den restwert des alten, zb: den wert des alteisens den du beim schrotthändler bekommen würdest, ab.

die wrackkosten sind somit unerheblich sondern wichtig ist was die sache vor eintritt des schadens wert war. und im totalschadensfall muss die verischerung diesen betrag ersetzen, und das tun sie auch. nur versuchen sie das eigene geld im haus zu halten und dafür jemanden zu finden der das wrack kauft und um diesen betrag muss die verischung weniger bezahlen. damit ist aber ein eigentumswechsel von nöten und den kann dir niemand vorschreiben.

_____________________________

Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.
Hubert Hirsch


(in Bezug auf MK1971)
Private Nachricht senden Post #: 96
o - 6.11.2014 8:38:55   
MK1971


Beiträge: 5634
Mitglied seit: 11.7.2012
Wohnort: Linz
Status: offline
Den Verkauf des Wracks sschreibt dir ja auch niemand vor. Es wird dann der bei dir verbleibende Wert abgezogen.

Der Schrottpreis des Kotflügels wird dir nicht direkt abgezogen, indirekt aber schon, da die Werkstatt durch den Altpreis günstiger arbeiten kann. Versuch die alten Teile mitzunehmen, das geht vl. mal weil's egal ist, aber mach das öfter oder bei großer Menge, dann wird dir das nicht mehr erlaubt. Obwohl es nach deiner Auffassung ja deine Teile sind.

Aber wie kommst du zu der Auffassung, dass es zb korrekt ist, wenn du ein Auto um 200.000 Euro zerstört bekommst, das Wrack um 50.000 Euro verkaufen kannst und trotzdem 200.000 Euro vom Gegner willst. Wieso ist das in DEINER Moralvorstellung richtig?



_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf ignaz1)
Private Nachricht senden Post #: 97
es ist nicht meine moralvorstellung - 6.11.2014 9:06:53   
ignaz1


Beiträge: 14783
Mitglied seit: 19.5.2005
Wohnort: Wien
Status: offline
sondern geltendes recht, und wie wir wissen sind recht und richtig, oder recht und gerechtigkeit zwei verschiedene paar schuhe. deswegen ist der restwertabzug auch nicht statthaft, außer du stimmst zu und das werden die meisten machen wenn sie das geld für eine neuanschaffung brauchen und das alte teil eh nicht mehr verwenden können / wollen.
mir war es wurscht wie lange die versicherung streitet, und was der anwalt daran verdient hat denn erstens habe ich eine entsprechende rechtsschutversicherung und zweitens habe ich das geld nicht dringend gebraucht weil die neuanschaffung kein problem war. übrigens gute 10 monate hats gedauert !!

ach ja und wenn du es nicht glauben willst oder glauben kannst, dann lass es ich für mich habe das thema erschöpfend behandelt

< Beitrag bearbeitet von ignaz1 -- 6.11.2014 9:09:54 >


_____________________________

Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.
Hubert Hirsch


(in Bezug auf MK1971)
Private Nachricht senden Post #: 98
o - 6.11.2014 9:36:54   
MK1971


Beiträge: 5634
Mitglied seit: 11.7.2012
Wohnort: Linz
Status: offline
Naja, was heißt glauben?
Du behauptest ja ned wirklich was greifbares.
Dass dich niemand zwingen kann dein Wrack zu verkaufen, brauch ich nicht glauben, tut ja ohnehin keiner.
Dass dir die Versicherung den kompletten Verkehrswert ersetzen muss obwohl du das Wrack behalten willst, behauptest du nur zwischen den Zeilen, aber ned direkt.
Beweisen kannst du nichts davon oder willst es nicht.

Wieso soll ich dir etwas glauben, dass du nedmal wirklich behauptest? Du sagst einfach nur irgendwas darüber, das verunsichert zwar die Leute, bringt aber rein gar nix für den Einzelnen.

Vermutlich weiß nur dein Anwalt was da passiert ist.
Dann macht's nicht viel Sinn weiter zu schreiben.
Da bin ich ganz deiner Meinung.

_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf ignaz1)
Private Nachricht senden Post #: 99
schau ich weiß was ich bekommen habe - 6.11.2014 9:48:45   
ignaz1


Beiträge: 14783
Mitglied seit: 19.5.2005
Wohnort: Wien
Status: offline
und ich will dir nicht meinen akt zuschicken, das sind persönliche informationen die ich nicht teilen will.

ja ich habe den totalschaden ersetzt bekommen ohne abzug eines restwertes und das wrack behalten.
nur damit ich es einmal klar und deutlich ausspreche, was ich meiner meinung aber eh getan habe.

du musst es mir nicht glauben und kannst es im fall des falles (der hoffentlich nicht eintritt) handhaben wie du willst. allerdings beweisst du auch nicht das gegenteil sondern behauptest nur dass es nicht so ist wie ich es erlebt bzw. ausgefochten habe.

genau es macht nicht viel sinn, auch wenn nicht nur mein anwalt sondern auch ich weiß (laienhaft) was gelaufen ist

_____________________________

Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.
Hubert Hirsch


(in Bezug auf MK1971)
Private Nachricht senden Post #: 100
o - 6.11.2014 9:54:29   
MK1971


Beiträge: 5634
Mitglied seit: 11.7.2012
Wohnort: Linz
Status: offline
Ich glaube dir ja, dass du das bekommen hast. Ich glaube dir nur nicht, dass es kein Jahrhundertfall war.

Ich will ja deinen Akt gar nicht sehen, aber der Rechtsspruch ganz unten, der die Entscheidung begründet, der ist immer neutral und da steht drinnen warum du das bekommen hast.

Den könntest ja posten. ;)

_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf ignaz1)
Private Nachricht senden Post #: 101
dazu müsste es aber ein urteil des bemühten gerichts geben - 6.11.2014 10:51:54   
ignaz1


Beiträge: 14783
Mitglied seit: 19.5.2005
Wohnort: Wien
Status: offline
dass es allerdings nicht gibt denn die versicherung hat auf empfehlung des richters einem aussergerichtlichen vergleich zugestimmt (oder so ähnlich ist das gegangen) ist ja schon ein paar tage her deswegen ist meine erinnerung nicht mehr 100% frisch. die quintessenz des ganzen habe ich mir gemerkt, die details natürlich nicht noch dazu wo ich ja den geringsten teil der arbeit in diesem fall geleistet habe.

_____________________________

Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.
Hubert Hirsch


(in Bezug auf MK1971)
Private Nachricht senden Post #: 102
o - 6.11.2014 11:05:16   
MK1971


Beiträge: 5634
Mitglied seit: 11.7.2012
Wohnort: Linz
Status: offline
Na dann solltest aber ned davon ausgehen, daß das geltendes Recht ist, so wie du gerne schreibst, sondern da deine Streitigkeit nimals ausjudiziert wurde, ist es einfach nur Glück, daß die Versicherung sich an die Empfehlung zu deinen Gunsten hielt.
Nix anderes versuche ich dir ja ganze Zeit zu schreiben. ;)

_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf ignaz1)
Private Nachricht senden Post #: 103
also wenn der richter eine empfehlung abgibt - 6.11.2014 11:45:52   
ignaz1


Beiträge: 14783
Mitglied seit: 19.5.2005
Wohnort: Wien
Status: offline
auf grund seiner erkenntnisse dann ist das für mich schon bindend. überdies gibt es in österreiche kein präjudizierendes recht dh. es ist immer eine einzelentscheidung

_____________________________

Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.
Hubert Hirsch


(in Bezug auf MK1971)
Private Nachricht senden Post #: 104
o - 6.11.2014 12:03:40   
MK1971


Beiträge: 5634
Mitglied seit: 11.7.2012
Wohnort: Linz
Status: offline
Es kann gar nicht bindend sein, denn ein Richter ist nicht dazu da um zu sagen was richtig sei, sondern um dafür zu sorgen, daß beide Parteien das Gesetz einhalten.
Wäre so klar was denn das richtige sei, bräuchte man gar keine keine Anwälte. ;)

Bindend wurde es nachdem die Versicherung einverstanden war und die Widerspruchsfrist vergangen war.
Die meisten Zivilrechtsprozesse enden im Vergleich. Wenn daraus ein "geltendes Recht" abgeleitet werden könnte, dann würde in den Gesetzbüchern drinnen stehen, daß sich die Parteien im Vergleich finden zu haben. :D

Ja es sind Einzelentscheidungen, in Gerichten, in denen man sich im Regelfall an die Entscheidungen des OGh oder ähnlich gelagerte Fälle hält.
Genau aus dem Grund führt der Anwalt ja die Entscheidungen der ähnlich gelagertern Fälle oder des OGH auf, damit sich der Richter danach richten kann.

< Beitrag bearbeitet von MK1971 -- 6.11.2014 12:22:15 >


_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf ignaz1)
Private Nachricht senden Post #: 105
soweit kenne ich mich - 6.11.2014 12:55:28   
ignaz1


Beiträge: 14783
Mitglied seit: 19.5.2005
Wohnort: Wien
Status: offline
in den prozessordnungen nicht aus, nur soweit ich weiß hat es für einen anwalt in österreiche keinen sinn eine ogh entscheidung anzuführen eben weil wir kein, im gegensatz zum anglikanischen recht das zb; in usa angewandt wird, kein präjudizierendes recht. wie der name schon sagt würde das nämlich einem richter das urteil vorwegnehmen und ich denke nicht dass ein richter sich das gefallen lässt, denn gerade die sind sehr stolz darauf unabhängig zu sein, im gegensatz zum staatsanwalt

_____________________________

Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.
Hubert Hirsch


(in Bezug auf MK1971)
Private Nachricht senden Post #: 106
o - 6.11.2014 13:11:31   
MK1971


Beiträge: 5634
Mitglied seit: 11.7.2012
Wohnort: Linz
Status: offline
Na dann hat der Anwalt aber gar keine Aufgabe mehr, wenn er das aufgrund Sinnlosigkeit auch nicht mehr tun sollte. ;)

Der OGH sagt über sich selber zb:

Leitfunktion
Der Oberste Gerichtshof hat eine Leitfunktion: Auch wenn seine Entscheidungen für andere Verfahren rechtlich nicht bindend sind, halten sich die Gerichte in der Regel daran. Der Oberste Gerichtshof trägt somit zu einheitlicher Rechtsanwendung bei.


Bissl logisch gedacht, mag sich ein Richter zwar wegen seiner Unabhängigkeit rühmen, aber was ist diese denn wert, wenn jeder 2. Fall unter seiner Obhut in die nächste Instanz geht und dort ein anderes Urteil rauskommt, oder gar zum OGH geht und der den so toll unabhängigen Richter in die Schranken der korrekten Auslegung des Gesetzes weist?

_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf ignaz1)
Private Nachricht senden Post #: 107
ich betonte ja nur die - 6.11.2014 13:17:34   
ignaz1


Beiträge: 14783
Mitglied seit: 19.5.2005
Wohnort: Wien
Status: offline
rechtliche unabhängigkeit, und das was der ogh entscheidet keinesfalls bindend ist.

dem richter ist es wurscht ob der fall eine instanz weiter geht oder nicht, er hat seine arbeit ab urteilsausfertigung getan, ab diesem zeitpunkt kann er nicht entscheiden was weiter passiert. es kann der staatsanwalt oder der verteidiger einspurch, nichtitkeit und was weiß ich noch alles anmelden.

_____________________________

Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.
Hubert Hirsch


(in Bezug auf MK1971)
Private Nachricht senden Post #: 108
o - 6.11.2014 13:26:01   
MK1971


Beiträge: 5634
Mitglied seit: 11.7.2012
Wohnort: Linz
Status: offline
quote:

ORIGINAL: ignaz1
dem richter ist es wurscht ob der fall eine instanz weiter geht oder nicht, er hat seine arbeit ab urteilsausfertigung getan, ab diesem zeitpunkt kann er nicht entscheiden was weiter passiert. es kann der staatsanwalt oder der verteidiger einspurch, nichtitkeit und was weiß ich noch alles anmelden.

Täusch dich da mal nicht. Richter sind auch nur Menschen und eigentlich auch nur ganz normale Arbeitnehmer, wenn auch mit besserem Kündigungsschutz.
Wenn jemandes Arbeit aber ständig korrigiert werden muß, weil jemand einfach nur ignoriert, was übergeordnete ohnehin dann anders entscheiden, dann fällt das definitiv unangenehm auf und wird auf dauer Konsequenzen haben. Vielleicht keine direkt persönlichen, aber da sich durch so eine Person die Kosten der Judikatur vervielfachen wird man sich was überlegen.

Die Anwälte - wir sind ja noch beim Zivilrecht, da haben wir keinen Staatsanwalt und keinen Pflichtverteidiger - können natürlich die nächste Instanz aufsuchen, aber wann werden sie das wohl tun?
Sicher nicht weil sie gerne verlieren wollen. Sie tun es genau dann, wenn bei der nächsten Instanz ein anderes Urteil zu erwarten ist und das können sie nur dann erwarten, wenn entweder Fehler passiert sind oder wenn der OGH bzw. die zweite Instanz entsprechende Urteile bereits gefällt haben, weil man sich eben an diese anlehnt. Und da sich der Bezirksrichter genau dasselbe ausmalen kann wie ich, nur mit wesentlich mehr Erfahrungswerten, wird er sich an die "übliche" Rechtssprechung anlehnen, genauso wie er es auch gelernt hat und genauso wie es ihm alle Kollegen empfehlen, weil er dabei eben am wenigsten falsch machen kann.


< Beitrag bearbeitet von MK1971 -- 6.11.2014 13:28:36 >


_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf ignaz1)
Private Nachricht senden Post #: 109
Seite:   <<   < Zurück  1 2 3 [4]
Alle Foren >> [1000PS Motorrad Community] >> Probleme Rechtliches >> Witschaftlicher Totalschaden nach Gutachten. Bitte um Hilfe Seite: <<   < Zurück  1 2 3 [4]
Direkt zu:





Neue Beiträge gelesene Beiträge
TOP Thema neue Beiträge TOP Thema gelesene Beiträge
Gesperrtes Thema neue Beiträge Gesperrtes Thema gelesene Beiträge
no Beitrag hinzufügen
no Beitrag beantworten
no Neue Abstimmung
no Stimme abgeben
no Eigene Beiträge löschen
no Eigene Themen löschen
no Beitragsbewertung