Fahrwerkseinstellung GSX-R1000 K5

 
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Fahrwerkseinstellung GSX-R1000 K5 - 31.3.2005 18:45:07   
fru01

 

Beiträge: 1
Mitglied seit: 31.3.2005
Status: offline
Hallo
Ich habe mir eine neue 1000er gekauft und wollte mein Fahrwerk gemäss Angaben von der Zeitschrift MOTORRAD 6/2005 einstellen.
Dabei sind mir grosse Abweichungen zum Fahrerhandbuch aufgefallen.

Strasseneinstellung gemäss Fahrerhandbuch:
Gabel
Zugstufe 11K Druckstufe 16K Federbasis 4R
Federbein
Zugstufe 12K Druckstufe 14K

Strasseneinstellung gemäss MOTORRAD:
Gabel
Zugstufe 4K Druckstufe 6K Federbasis 4R
Federbein
Zugstufe 11K Druckstufe 13K

Warum ist bei der Gabel der Unterschied so gross?

Was soll ich einstellen?

Gruss

Urs
Private Nachricht senden Post #: 1
... black is beauty !!!! - 26.4.2005 18:04:55   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
Mitglied seit: 26.9.2004
Status: offline


hallo Urs,

... analytisch betrachtet hast Du wahrscheinlich die falsche Farbe gewählt !!!!
Abgesehen davon ist das ALLES eine Frage von persönlichen Vorlieben,
Fahrambitionen und Einsatzweise. Frag" Deinen Händler oder hier:

www.ruhrpott-gixxer.de
www.kurvengeier.de
www.ghbiker.de
www.ig-gsxr.de
www.gsxr.de

Herzlichen Gruss
chris-XX

(in Bezug auf fru01)
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Re: Fahrwerkseinstellung GSX-R1000 K5 - 27.4.2005 17:46:24   
Boko

 

Beiträge: 113
Mitglied seit: 3.1.2007
Status: offline
Laß doch erstmal die Werkseinstellungen und fahr damit ne Weile. Sollte es dir nicht zusagen, probier die Motorradeinstellungen.

Zur Erklärung:

Zugstufe: Wie der Name schon sagt, bestimmt diese Dämpfung, wie schnell die Federung ausfährt, also wie schnell der Negativfederweg genutzt wird. Eine weiche (niedrige) Zugstufe bedeutet, schnelles Ausfedern (Schlaglöcher), mit allerdings relativ wenig dämpfender Wirkung. Zu viel Zugstufendämpfung verhindert ein effizientes "Bügeln von Löchern", zu wenig lässt die Feder "springen".

Druckstufe: Logischerweise das Gegenteil. Unterstützt die Feder beim Zusammendrücken. Zu hohe Druckstufe lässt das Fahrwerk bei schnellen oder starken Stößen ("Hubbeln", Bremsen) auf Block gehen, zu wenig kann es durchschlagen lassen.

Bei den MOTORRAD-Werten ist bei gleicher Federvorspannung Zug- und Druckstufe geringer, bewirkt also ein schnelleres Ansprechen auf Bodenunebenheiten und zwar beim Ein- und Ausfedern.


Genaueres zum Fahrwerk kannst hier nachlesen. Ließ erst und verstell dann. Und wenn du was änderst, dann in kleinen Schritten mit ausführlichem Probieren dazwischen. Fahrwerksetup ist 1. eine Kunst und 2. sehr vom Fahrstil des einzelnen abhängig. Was dem einem taugt, muß für den anderen noch lange nicht passen.

Gruß Boko

(in Bezug auf fru01)
Private Nachricht senden Post #: 3
... alles eine Frage des persönlichen Anspruchs! - 28.4.2005 15:36:17   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
Mitglied seit: 26.9.2004
Status: offline


hi Urs,

... kann mich da den Empfehlungen von Boko nur vollumfänglich anschliessen. Kein Fahrer
übernimmt z.B. bei den verschieden Rennserien die Fahrwerkseinstellungen seines Team-
kollegen. Ich habe das ja bereits kurz anklingen lassen, aber überleg mal: Du bringst sagen
wir ca. 70 KG auf die Wage, ein anderer Fahrer satte 110 KG - genau das gilt es doch durch
die entsprechenden Setup"s zu kompensieren, was aber andererseits wieder eine Frage des
individuellen Geschmacks ist - und wenn DU zudem noch mit Reisegepäck oder Sozia(us)
unterwegs bist, siehts auch gleich wieder anders aus.

Darum nochmal, mach" vielleicht mal ein Training bei www.schaefer-motorsport.de oder auch
www.speer-racing.de mit. Alternativ frag" einfach die Sportkompetenz auf zwei Rädern - also
z.B. die IDM-Suzuki-Fahrer Andi Meklau, Markus Wegscheider oder Christian Kellner nach
entsprechend grundsätzlich funktionalen Tipps !!!!

Herzlichen Gruss
chris-XX

PS. ... gibt"s außerdem auch noch: www.kilogixxer.de

(in Bezug auf fru01)
Private Nachricht senden Post #: 4
... der richtige Dreh !!!! - 29.4.2005 12:53:43   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
Mitglied seit: 26.9.2004
Status: offline


Neue Fahrwerkstechnik im Detail

Autoren: Werner Koch, Benny Wilbers
Verlag: Wilbers Products GmbH
ISBN: 3-929534-17-7
20 Euro

Was kommt dabei heraus, wenn zwei rennerprobte Motorrad-Haudegen ein Buch über
Fahrwerkstechnik schreiben? Nun, entweder steht nichts wirklich Neues, was der engagierte
Motorradfahrer nicht ohnehin schon wüsste, drin, oder aber es wird ein echtes Fachbuch.
Letzteres ist bei "Neue Fahrwerkstechnik im Detail" der Fall, denn Werner "Mini" Koch und
Benny Wilbers haben tief in die Schatzkiste gegriffen und ihre gesamte Erfahrung und
gesammeltes Wissen in das Buch hineingepackt.

Aber keine Angst, zur Lektüre ist nicht Ingenieurwissen gefragt, sondern lediglich eine
Portion technisches Verständnis und ein paar physikalische Grundkenntnisse. Komplizierte
technische Formeln? Fehlanzeige, lediglich einige wichtige Tabellen für die Praktiker unter
den Bikern haben die Autoren hineingepackt.

Vielmehr findet man in dem Buch nahezu alles über moderne Motorradfahrwerke, ihre
Komponenten, ihre Funktion und Einstellung sowie jede Menge Tipps und Tricks für den
versierten Hobbyschrauber und Motorradmechaniker. Und selbst wer mit Schraubenschlüssel
und Co. absolut nichts am Hut hat, findet in dem Buch viel Wissenswertes zum Thema "Was
funktioniert wie und warum?" und wird auf lockere und gut verständliche Art und Weise in die
Geheimnisse der Motorrad-Fahrwerkstechnik eingeweiht.

Auch wer bislang wenig Ahnung vom Thema Fahrwerkstechnik hatte, ist durch das Buch in
der Lage, an seinem Motorrad Federvorspannung, Dämpfung und so weiter richtig einzustellen
und das Fahrverhalten seines Mopeds richtig zu beurteilen. Alle, die mit dem Fahrverhalten
ihres Motorrads nicht so richtig zufrieden sind oder mehr über Fahrwerkstechnik wissen wollen,
werden an dem vorliegenden Buch kaum vorbei kommen. Kurzum: Dieses Buch richtet sich an
alle die sich mit dem Thema "Fahrwerkstechnik" auseinandersetzen wollen. Einfach geschrieben,
kein Fachchinesisch, erklären die Autoren was es mit einem modernen Fahrwerk alles auf sich
hat, wie es funktioniert und wie man es einstellen sollte.

« Eigendlich ein Muss für alle sportlichen Fahrer. Prädikat: Sehr empfehlenswert. »

__________________________________________________


hallo Urs,

... noch ein kleiner Nachtrag: Zunächst solltest DU (und jede/r andere) unterscheiden, zwischen
einem Serienmotorrad das für das Fahren im öffentlichen Straßenverkehr oder dem Einsatz auf
der Rennstrecke konzipiert ist. Im Normalfall wird kaum ein Biker jemals die Ressourcen eines
für die Straße bestimmten Fahrwerks bis ans Limit ausloten (können). Der Grenzbereich ist
insofern vielmehr von rhetorischer Bedeutung, ein Abflug wahrscheinlicher. Wenn DU also Dein
Moped für Dich passend justieren willst, läuft das für meine Begriffe zumindest im Straßen-
betrieb eher unter der Rubrik Handling, Wohlfühlperformance und Sicherheit.

Persönlich fummel ich da nicht unendlich am Fahrwerk rum, sondern lege Wert auf eine fein
und sensitiv ansprechende Gabel und eine geringfügig (!!!!) härtere Hinterradfederung - aber
Achtung - hinten nicht zu hart, sonst hast Du schnell einen Stoppelhopser. Das läßt sich leicht
und ohne viel Aufwand bei einem voll einstellbaren Fahrwerk realisieren. Wenn Du Dein Bike für
die Straße noch weiter optimieren willst, fang bei den Felgen (leichter) und den Reifen an. Gerade
die Wahl des perfekten Pneus ist insofern auch eine Geschmacksfrage, ebenso sollte die richtige
Entscheidung hinsichtlich des Luftdrucks getroffen werden. Alsdann wären da noch so sinnvolle
Dinge wie Radialbremspumpe und ggf. eine Anti-Hopping-Kupplung.

Und wer es richtig krachen lassen will, sollte ohnehin auf den Racetrack zurück greifen - inklusive
Investitionen in eine Racinggabel und Perimeter-Bremsanlage und dann kann frau/mann auch noch
an so Sachen wie eine leichtere (Magnesium-)Schwinge etc. denken. Wenn Du dann noch anfängst
den Nachlauf der Gabel zu varieren und Dich an den Anstellwinkel der Hinterradschwinge heran
machst, wird"s ebbes diffizil. Im Extrembereich kommst Du dann an den Punkt, den die Helden
des MotoGP gelegentlich zu beklagen haben: Chattering.

Suboptimal finde ich, nur um das mal zu erwähnen, solche Vergleichstests wie der zwischen
einer 30 Kilo Euro teuren Ducati 999 R und der Kilogixxer zum "Schnäppchenpreis" von mageren
13 Mille Öre. Ich halte das für ebbes irreführend, denn wenn ich mir überlege, dass eben die Suzi
für reichlich 17 Tausend Taler Spielraum für Verbesserungen läßt, dann sieht die Duc aber echt alt
aus. Was noch dazu kommt, nicht jedem Fahrer liegen bei der Zeitenjagd ein Desmo-V2 und ein
Nippon-Vierzylinder gleichermaßen. Das läßt sich aktuell recht schön bei Frankie Chili in der
Superbike-WM beobachten. Mit der 998 war er ein regelmäßiger Sieganwärter, mit der neuen
1000er-Honda ist er einfach nur in den Top-Ten zu finden.

Eigentlich habe ich alles gesagt, meine ich, in der neuen MOTORRAD 10/2005 ist nochmals ein
recht umfangreicher Test der aktuellen Kilogixxer, auch mit Angaben zu den Einstellwerten beim
Fahrwerk. Ob die dortigen Angaben identisch mit Deinem Zahlenwerk sind, entzieht sich meiner
Kenntnis, ich halte es aber ohnehin für Makulatur, da ich der Ansicht bin, daß sich eben solche
Abstimmungen nur sehr bedingt auf verschiedene Fahrer übertragen lassen. Mein ich halt ...

Das wollt" ich nur noch mal so abschließend zu diesem netten Beitragsanliegen sagen. Eine
weitere Empfehlung wäre ggf. auch ein Besuch der www.bikeworld-nuerburgring.de - da lassen
sich dann sicher auch effektive weitere Tipps vor Ort einholen und bei einem Training überprüfen.

Ansonsten, für alle die es absolut ganz genau wissen wollen: www.schwantzschool.com

Herzlichen Gruss
chris-XX

PS. ... wollt" ich einfach mal nur noch so zusammenfassen. Vielleicht habe ich was vergessen,
vielleicht sieht mancher das anders - letztlich muß die Fahrwerksabstimmung JEDE/R für sich
selber optimal austüfteln, wobei ICH das für die Straße weniger relevant halte !!!!

(in Bezug auf fru01)
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... vom richtigen Feingefühl zum Flow on the Racetrack! - 16.6.2005 20:33:48   
Christian Beuthe

 

Beiträge: 229
Mitglied seit: 26.9.2004
Status: offline


... das legitime Nachfolgewerk

Das Leben ist kompliziert geworden, nehmen wir etwa ein Motorrad: Zwei Räder, dazwischen
ein Gerüst aus Stahlrohr oder Aluminium - damit war noch bis vor wenigen Jahren eigentlich
alles über das typische Fahrwerk eines Motorrads gesagt. Heute dagegen wimmelt es in
Prospekten und Berichten von Begriffen wie Lateral-Frame-, Diamond-Frame-, Zentralrohr-,
Doppelschleifen- und Gitterrohr-Rahmen, Telelever, Paralever und Upside-down, Kasten- und
Bananenschwinge - die Liste ließe sich nach Belieben fortsetzen. Über Funktion und Wirkungs-
weise, Aufbau und Auslegung ist damit allerdings noch nichts gesagt, und auch nicht darüber,
wie sie optimal abgestimmt werden können. Und wie war das noch einmal mit dem Zusammen-
spiel von Fahrwerkskomponenten und Reifen?

Wolfgang Zeyen erläutert in diesem Buch die Grundlagen moderner Fahrwerkskonstruktionen
bei Zweirädern. Ohne Fachchinesisch, mit zahlreichen Fotos, Zeichnungen und Diagrammen
zeigt der Autor alles Wissenswerte zum Thema. Darüber hinaus findet der interessierte Leser
in diesem Band auch einen speziellen Abschnitt, mit dessen Hilfe er auch sein Motorrad in
Sachen Fahrwerk optimal abstimmen kann. Damit ist "Moderne Fahrwerkstechnik" nicht nur
ein anschauliches Buch für Schrauber und Bastler, sondern auch für leidenschaftliche
Motorradfahrer und Technikinteressierte im Allgemeinen und besitzt einen hohen Nutzwert.
Ein echtes Performance-Muss für alle, die sich auf zwei Rädern am wohlsten fühlen.

Moderne Fahrwerkstechnik
Grundlagen, Entwurf, Abstimmung
Wolfgang Zeyen
2004. 143 S. m. zahlr. meist farb. Abb. 24,5 cm
MOTORBUCH VERLAG
Einband: Gebunden
ISBN 361302313X
EUR 24,90

« Prädikat: Sehr empfehlenswert. »
__________________________________________________

... gibt"s direkt hier im Shop oder eben beim www.motorbuch-versand.de

Enjoy your life - every single day!
chris-XX - Monoposto-Ducatista, Heuschrecke und potentielle 3-db/A-Punkte-Landplage

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