Fahren bei starkem Seitenwind

 
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Fahren bei starkem Seitenwind - 24.9.2013 18:01:43   
Yamaha125er

 

Beiträge: 3
Mitglied seit: 8.4.2013
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Hallo,

habe noch nicht viel Fahrpraxis und bin vor kurzem in starken Seitenwind (teilw. Böen) ca. 80km/h, max. 100km/h Windgeschwindigkeit geraten. Bei der ersten (unerwarteten) Böe hatte ich subjektiv das Gefühl ich bekomme einen Schlag von der Seite der mich vom Motorrad drücken will. "Weht" es da in erster Linie den Fahrer ein kleines Stück "vom Motorrad" oder versetzt es den Fahrer samt Motorrad? Intuitiv lehnt man sich dann ja gleich gegen die Windrichtung, aber könnte es bis dahin gefährlich werden, oder fühlt es sich nur viel schlimmer an, als es tatsächlich ist? Was würde passieren, wenn man für diese "Gegenreaktion" länger braucht? Wäre es bei diesen Windgeschwindigkeiten denkbar, dass man im Fahren samt Motorrad umkippt/umgeweht wird (insbesondere wenn man sich nicht schnell genug dagegen legt)?

Habe dann beim kontinuierlichen Seitenwind das Tempo auf ca. 80-85km/h (Freiland) reduziert. Einen wirklichen Unterschied habe ich dadurch eigentlich nicht bemerkt. Wäre es besser doch schneller (also 100km/h) zu fahren um einerseits mehr Kreiselkräfte zu haben und andererseits ein überholt werden durch PKWs - welche einem ja bei seitlichem Versatz und geringem Überholseitenabstand sehr nahe kommen können - zu vermeiden?

Danke für eure Infos!

SG
Yamaha125er
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Servas - 24.9.2013 18:14:31   
kps_Pilgram1


Beiträge: 22560
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Yamaha 125 er ....zu dem Thema hab ich ned all zu Viel zu sagen, außer das Des eben Normale Begebenheiten sind , Die Einem auf am 2 Rad eben passieren können , damit kann man sich abfinden , wenn man es Moppal fahren weiter praktiziern will ...Das Beste Mittel dagegen ist üben , üben , üben ...oder glaubsd wirklich das Dir da Irgendeine Theorie weiterhilft?. Von wegen gegenlenken oder was weis ich was ...laß es zu (Den Wind ) kannst eh Nix wirklich dagegen machen außer Dich damit anzufreunden , oder aber es Moppal zu Eigenen Sicherheit und auch zur Sicherheit Anderer eben stehen zu lassen .

Optional , kannst Dir ja auch a Riesn Reise Moppal wia a Honda Goldwing , oda sowas zu legen ....da sind so Windige Gschichtln , weit weniga zu spüren .

Viel Glück

Lg Pg

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(in Bezug auf Yamaha125er)
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Wind - 24.9.2013 18:52:18   
xAlex


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Hallo
Bei uns am Land herrscht auch immer a steife Brise. Einfach a bissl fester den Lenker halten und mit dem oberkörper die Böje a bissl ausgleichen. Jo ned verkrampfen, des ist ganz schlecht. Afoch locker mit dem Moped dem Wind entgegenwirken.
P.S. irgendwann gewöhnst di drann.

lg Alex

(in Bezug auf Yamaha125er)
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Wind - 24.9.2013 22:59:30   
Yamaha125er

 

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Grundsätzlich ist der Wind ja nicht so schlimm im Sinne von unangenehm und klar hilft vor allem Übung. Wenn es nur unangenehm ist habe ich kein Problem damit. Meine Frage zielt aber eher darauf ab, ob es gefährlich ist. Sprich ob die Sache bei mir ("starker Schlag" durch Böe) sich einfach nur so wild angefühlt hat, oder ob es einfach nur Glück war, dass ich mich sofort dagegenbewegt habe und unter anderen Umständen die Sache anders ausgehen könnte, wenn man "den Wind zulässt".

(in Bezug auf xAlex)
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o - 25.9.2013 0:35:42   
MK1971


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Du spuerst es eher als runterblasen vom motorrad weil du weicher bist und vom motorrad abstehst.

Wie du richtig bemerkt hast reagiert dein koerper richtig. Eigentlich reagiert er falsch aber ea kommt das richtige dabei raus.

Gefaehrlich ist es wenn du von der strasse abkommst oder wenn der wind ploetzlich aufhoert. Dann faellst naemlich um. Das kanm zb passieren wenn zw wind und dir ploetzlich eine mauer oder ein lkw oder sonstiges hinderniss den wind blockiert.

Geschwindigkeit reduzieren ist auch eine koerperliche reaktion die ganz gut rauskommt.

Uebrigens wuerde ich den lenker nicht fester halten. Der wind lenkt naemlich nicht und es reicht dich in dem wind zu legen.
Locker bleiben. Selbstkontrolle machen. Ellenbogem schauckeln. Kopf raus. Schultern runter. Satt in den sitz fallen. Dann findest das geil. ;)

Mund auch oeffnen. Hilft locker zu bleiben.

Achja Windhosen sind nicht nur fuer LKW.

_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

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seitenwind... - 22.10.2013 8:18:16   
Grazer


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es gibt nicht wirklich ein patentrezept. einen freund hat's mal mit seiner 125'er virago, allerdings schon einige jahre her, in rijeka bei der bora von der straße geweht, allerdings war dort glücklicherweise grad ein haus mit vorgarten. im ersten moment, mußte ich lachen, doch die bora hat auch mein gespann erfasst und mich mehr oder weniger direkt neben ihn gestellt... der besitzer von dem rosengarten hat erst richtig g'schaut!

wie pili schon erwähnt, ein sogenanntes oder auch "riesenmoped" kann dir helfen, den wind nicht so arg zu spüren, aber auch eine goldwing ist nicht vor seitenwind gefeit! einfach, wenn's dir zu heftig wird, mal eine kurze pause einlegen, entspannt und erhöht die sicherheit! bei zu starkem seitenwind, wie er im herbst oder im gebirge schon mal vorkommt, bleib auch ich mal kurz stehen, und ich fahr so ein "riesenmoped"... es ist immer die frage, ob der wind auch "locker durch's moped pfeifen kann" oder ob verkleidungen ihm entsprechend widerstand bieten...

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nur wal i oid bin, bin i net gschaida wurn!!! söbst waunn ma noch 12 stund die ennie is hirn zaumgschüttlt hot, kummt a nix gscheits aussa!!!

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Hi! - 26.2.2014 1:15:23   
Lupusz


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Leider sind die physikalischen Erklärungen falsch, spiegeln aber das subjektive Empfinden der Fahrers wider.

Das was man am Motorrad bei böigem Seitenwind spürt, wird (hauptsächlich) durch die Lenkgeometrie am Vorderrad hervorgerufen. Der Reifenaufstandspunkt liegt immer hinter dem Schnittpunkt aus Lenkachse und Fahrbahn. Wenn eine Kraft z.B. von links auf das Motorrad wirkt (Wind), lenkt das Vorderrad automatisch nacht rechts ein, weil die Lenkachse der einzige Freiheitsgrad des Motorradrahmens ist und vor dem Reifenaufstandaspunkt liegt.
Da sich der Gesamtschwerpunkt wegen der Massenträgheit in kurzer Zeit kaum bewegt, "fährt der Gesammasse gerade weiter" während die untere Hälfte wegen des Lenkeinschlags nach rechts weggeht und der obere Teil kippt nach links gegen den Wind.
Die Fuhre stellt sich gegen den Wind und ist stabilisiert!

Je höher das Motorrad, umso schöner kann man diesen Effekt spüren.
Auf einer GS hat man fast einen halben Meter Spurversatz, während der Arsch fast geradeaus weiter fährt (wenn man bei richtigem, richtigem Sturm cool bleibt).

Das ist am Anfang sehr erschreckend, vor allem wegen dem Spurversatz. Man glaubt sogar, dass man das alles selbst abgefangen hat, ja sogar abfangen muss!
In Wirklichkeit macht das alles das Motorrad fast alleine und man müsste aktiv kaum etwas machen.


vG,
Lupusz

PS: Habe versucht einfach zu bleiben und Kreislkräfte draussen gelassen. Der Vollständigkeit halber: Durch Auslenkbewegung nach rechts, entsteht eine Kippbewegung nach links. Durch die Kreiselkräfte entsthet durch die Kippbewegung ein Gegenlenken nach links und das Fahrzeug wird stabilisiert. Es ist wichtig, dass die Lenkgeometrie und die Kreiskräfte von der Größe her "harmonieren".

PPS: Bezüglich Eigengeschwindigkeit: Die Korrekturbewegungen werden mit steigender Geschwindigkeit langsamer, weil die betroffen Kräfte im Fahrzeug steigen, der Wind aber immer die gleiche Kraft aufbringt. Die Fahrt wird also mit steigender Geschwindigkeit (physikalisch) ruhiger aber der Spurversatz wird größer, weil die Korrektur langsamer geschieht.

< Beitrag bearbeitet von Lupusz -- 26.2.2014 1:33:08 >

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Super - 26.2.2014 19:06:36   
Mike1705


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des pick I ma jetz auf´n Tank!

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Nicht bewegen! Ich möchte Sie genauso vergessen, wie Sie jetzt sind!

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Boahhh! - 26.2.2014 19:22:11   
DB_Killer


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quote:

Leider sind die physikalischen Erklärungen falsch, spiegeln aber das subjektive Empfinden der Fahrers wider.

Das was man am Motorrad bei böigem Seitenwind spürt, wird (hauptsächlich) durch die Lenkgeometrie am Vorderrad hervorgerufen. Der Reifenaufstandspunkt liegt immer hinter dem Schnittpunkt aus Lenkachse und Fahrbahn. Wenn eine Kraft z.B. von links auf das Motorrad wirkt (Wind), lenkt das Vorderrad automatisch nacht rechts ein, weil die Lenkachse der einzige Freiheitsgrad des Motorradrahmens ist und vor dem Reifenaufstandaspunkt liegt.
Da sich der Gesamtschwerpunkt wegen der Massenträgheit in kurzer Zeit kaum bewegt, "fährt der Gesammasse gerade weiter" während die untere Hälfte wegen des Lenkeinschlags nach rechts weggeht und der obere Teil kippt nach links gegen den Wind.
Die Fuhre stellt sich gegen den Wind und ist stabilisiert!

Je höher das Motorrad, umso schöner kann man diesen Effekt spüren.
Auf einer GS hat man fast einen halben Meter Spurversatz, während der Arsch fast geradeaus weiter fährt (wenn man bei richtigem, richtigem Sturm cool bleibt).

Das ist am Anfang sehr erschreckend, vor allem wegen dem Spurversatz. Man glaubt sogar, dass man das alles selbst abgefangen hat, ja sogar abfangen muss!
In Wirklichkeit macht das alles das Motorrad fast alleine und man müsste aktiv kaum etwas machen.


vG,
Lupusz

PS: Habe versucht einfach zu bleiben und Kreislkräfte draussen gelassen. Der Vollständigkeit halber: Durch Auslenkbewegung nach rechts, entsteht eine Kippbewegung nach links. Durch die Kreiselkräfte entsthet durch die Kippbewegung ein Gegenlenken nach links und das Fahrzeug wird stabilisiert. Es ist wichtig, dass die Lenkgeometrie und die Kreiskräfte von der Größe her "harmonieren".

PPS: Bezüglich Eigengeschwindigkeit: Die Korrekturbewegungen werden mit steigender Geschwindigkeit langsamer, weil die betroffen Kräfte im Fahrzeug steigen, der Wind aber immer die gleiche Kraft aufbringt. Die Fahrt wird also mit steigender Geschwindigkeit (physikalisch) ruhiger aber der Spurversatz wird größer, weil die Korrektur langsamer geschieht.



Man kaunn wirklich aus OLLEM a Wissenschoft mochn... i lahn mi anfoch LEICHT dagegen... mit der Erwoartung das da Wind wieda nochlost... that's it, so kaunnst Stundlaung völlig entspaunt foahrn ohne Probs... waunn i ma den gaunzn zwoar vielleicht richtigen Quaqua do eineziag, hod mi da Wind schau 10 Moi vawaht bevuar i reagier weul i woar erscht bei Obsatz drei von Punkt 5.2.1.1.1.6.1!!!!!!!

Geh bitte los de Kirchn im Dorf! Owa dei Zeichn sogt ehh ois... du host ka Krise... du bist scheinboar ane...

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o - 26.2.2014 22:07:17   
MK1971


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Über die Kreiselkraft bei an 15kg Rad sollt ma aber diskutieren, da gehen schließlich die technischen Meinungen auseinander. ;)

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(in Bezug auf DB_Killer)
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Meinungen sind zahlreich ... - 27.2.2014 0:56:41   
Lupusz


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quote:

ORIGINAL: MK1971
Über die Kreiselkraft bei an 15kg Rad sollt ma aber diskutieren, da gehen schließlich die technischen Meinungen auseinander. ;)


Der von mir beschriebe Effekt hat mit Kreiselkräften grundsätzlich nichts zu tun.
Du kannst den Effekt auch mit einem Spielzeugmotorrad bei 0,05km/h und 10g Masse ausprobieren:
>>> Fahrphysik - Wind ohne Kreiselkräfte <<<

Die Kreiselkräfte am Vorderrad verstärken den ersten Einlenkprozess in Windrichtung wenig, da das Motorrad nur wenig kippt.

Nachdem das Motorrad durch die Auslenkung in Windrichtung erheblich gegen den Wind kippt (wie durch das Einlenken bei einer Kurve), dreht sich die Lenkung über die Kreislkräfte des Vorderrades gegen den Wind (und natürlich auch durch die Geometrie). Hier sind die Kreiselkräfte größer als beim ersten Einlenken, weil die Schräglage und damit die Präzession größer ist.

Die Rotationsenergie des Hinterrades trägt zu den Korrekturen auch bei hohem Drehimpuls fast nichts bei. Das Motorrad kippt durch diesen Effekt nur langsamer, weil die Rotationsfreiheitsgrade um die Gierachse und Nickachse bei einem nicht driftenden und nicht im wheely-Style (u. Stoppy) betrieben Fahrzeug gesperrt sind.
Auch vom Vorderrad wird eine solche Stabilisierung beigesteuert, allerdings multipliziert mit dem Cosinus des Lenkkopfwinkels (über den Sinus des Lenkkopfwinkel erhält man übringens das Drehmoment an der Lenkachse).
Diese Kräfte lassen das Motorrad aber nur langsamer umfallen, wirken aber nicht entgegengesetzt zur Störung.


vG,
Lupusz


< Beitrag bearbeitet von Lupusz -- 27.2.2014 1:11:05 >

(in Bezug auf MK1971)
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o - 27.2.2014 8:26:44   
MK1971


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Wir wissen zwar, dass ein Motorrad ohne Fahrer im Fahrbetrieb umfällt, aber du erklärst gerade, dass es mit Seitenwind fahren könnte. ;)

Interessante Sache.

Wird trotzdem stürzen.

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@ Seitenwind - 27.2.2014 11:39:18   
ducati1958

 

Beiträge: 12
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technisch wissenschaftliche Erklärungen sehr gut, aber bei sooo starkem Wind, also Sturm und quasi zum Fürchten am Moperl..., also dann geh' ich lieber Drachen steigen lassen oder in die Sauna, aber ich setz' mich net auf'n Bock!

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Ehrlich... - 27.2.2014 18:28:58   
DB_Killer


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quote:

Auch vom Vorderrad wird eine solche Stabilisierung beigesteuert, allerdings multipliziert mit dem Cosinus des Lenkkopfwinkels (über den Sinus des Lenkkopfwinkel erhält man übringens das Drehmoment an der Lenkachse).
Diese Kräfte lassen das Motorrad aber nur langsamer umfallen, wirken aber nicht entgegengesetzt zur Störung.



...i bisch mi aun mit dir... wos bist du.. a Zivühtechnika der erst seit gestan aus da Schui is, a aungehender Zivühtechnika oda a Beaumta Zivühtechnika bei da Zualossungstöll?????

Heuliges Drehmoment im Kreislsektor...... geht's no komplizierter????!

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_ - 27.2.2014 19:58:44   
Karlheinz1985

 

Beiträge: 1
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_





< Beitrag bearbeitet von Karlheinz1985 -- 27.2.2014 19:59:06 >

(in Bezug auf DB_Killer)
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Bin leider kein Beamter ... - 27.2.2014 20:01:41   
Lupusz


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quote:

...i bisch mi aun mit dir... wos bist du.. a Zivühtechnika der erst seit gestan aus da Schui is, a aungehender Zivühtechnika oda a Beaumta Zivühtechnika bei da Zualossungstöll?????


und habe mich vor 15 jahren von der Bildungsbranche ohne Rückfall verabschiedet.
Der Nachteil einer Ausbildung zum Ingenieur, Diplom Ingenieur und KFZ Meister ist halt, dass man danach nicht mehr verständlich reden kann ;-)


vG,
Lupusz

(in Bezug auf DB_Killer)
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Seitenwind - 27.2.2014 20:10:58   
Lupusz


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quote:

Wir wissen zwar, dass ein Motorrad ohne Fahrer im Fahrbetrieb umfällt, aber du erklärst gerade, dass es mit Seitenwind fahren könnte. ;)


Wenn der Spritpreis und die NOVA weiter steigt, fahr ich überhaupt nur mehr mit Seitenwind - so schaut's aus!

Gruß,
Lupusz

(in Bezug auf MK1971)
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Oarmes Lupusz... - 27.2.2014 20:56:13   
kps_Pilgram1


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Status: offline
quote:

ORIGINAL: Lupusz

Der Nachteil einer Ausbildung zum Ingenieur, Diplom Ingenieur und KFZ Meister ist halt, dass man danach nicht mehr verständlich reden kann ;-)


vG,
Lupusz


Na wos?...Jöööhhh!!-oiso des mitm NICHT Vaständlich redn usw ...hob i a Bissale Billiga griagt , a Ohne KFZ-Maestro-usw. ...sichst und weil i mir da wos daspoart habe , brauch i mi a ned vor ana Nova usw Firchtn ...kauns ma sogar Leistn , Pfeilgrod gegen aun Wind zu fahren ...und auch zu Brunzn , wauns Unbedingt seyn Muaß ..





Anlagen (1)

_____________________________












(in Bezug auf Lupusz)
Post #: 18
doch, doch... - 27.2.2014 23:07:47   
DB_Killer


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quote:

dass man danach nicht mehr verständlich reden kann ;-)


...können würde man schon wenn man wollte... doch ich sehe bei dir nicht das Problem im Können... es gibt Menschen die haben es gerne kompliziert und wollen ALLES bis in's Detail zerlegen, analysieren, erklären.... DESHALB werden sie komliziert, weil Dinge eben komplex sind... doch fahren bei starken Wind, kann man wenn man will, (siehe meine Worte) GANZ EINFACH und dadurch wohl hilfreicher erklären, beschreiben, was wohl auch helfen kann... eine Diagnose mit Punkt und Beistrich mag zwar richtig sein, doch hilft es nicht wirklich weiter.

Sprich einfache Frage einfache Antwort... es fragte NIEMAND danach durch welche Kräfte welche anderen Kräfte aufgehoben oder entschärft werden können, sondern ledigdlich was man TUN SOLL/KANN!

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(in Bezug auf Lupusz)
Private Nachricht senden Post #: 19
*ggg* - 27.2.2014 23:08:22   
DB_Killer


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fahr ich überhaupt nur mehr mit Seitenwind



...und mit Segel!

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(in Bezug auf Lupusz)
Private Nachricht senden Post #: 20
_ - 28.2.2014 0:11:57   
Lupusz


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Mitglied seit: 19.6.2008
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Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein - Lupus heisst Wolf ;-)

vG,
Lupusz

PS: Mein Treiber warum ich etwas zum Forum beitragen will ist, dass mir gutgemeinten Tips nichts helfen. Erst wenn ich etwas wirklich verstehe, werde iich besser in dem was ich tue. Wenn jemand anders lernt, kann man ja auf ausreichend gutgmeinte Tips zurückgreifen.

< Beitrag bearbeitet von Lupusz -- 28.2.2014 0:38:49 >

(in Bezug auf DB_Killer)
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... - 28.2.2014 1:25:25   
Lupusz


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Hier der Versuch ohne Technik auszukommen: ;-)


Bei einer Böe ist der Spurversatz in beide Richtungendas Gefährliche.

Um den Wind auszugleichen muss sich zumindest das Moped gegen den Wind lehnen. Das geht ausschliesslich! über eine Lenkbewegung in die Richtung des Windes (ausser die Jedi Ritter sind unter sich). Das Motorrad kippt damit gegen den Wind. Die Lenkbewegung macht dein Hirn automatisch (Countersteering) und das Motorrad hilft auch mit.

Bei Böen fährt man daher immer in Schlangenlinien wegen der ständigen Ausgleichsbewegungen. Je mehr Übung du hast, desto mehr lässt du nur das Bike unter dir arbeiten und fährst mit der Körpermitte in der Mitte der Fahrbahn. Den Körper wie das Motorrad gegen den Wind zu lehnen würde ich vermeiden, denn wenn der Wind wieder weg ist, ist der Körperschwerpunkt neben dem Motorrad in Kipprichtung :-(
=> Drücken ist angesagt!

Umfallen kannst du bei Windgeschwindigkeiten, die dich am Boden lassen, nicht, weil sich das Fahrzeug über die Lenkung stabilisiert. Das geht aber aber nur so lange gut, solange die Breite der Fahrbahn für die Ausgleichsbewegungen ausreicht.

Ich persönlcih bin bei einem Unwetter das Kanaltal auf der Autobahn Richtung Italien gefahren. Dabei war der Sturm so stark, dass ich gerade noch zwischen den Leitplanken bleiben konnte. In der eigenen Autobahnspur zu bleiben war völlig unmöglich, egal was ich fahrtechnisch ausprobiert habe - das Korrigieren dauert bei extrem böigem Wind einfach länger als es die Fahrbahnbreite zulässt. Es würde einen dann gefühlt "von der Fahrbahn reissen".

Dann hilft nur mehr Anhalten und warten!


vG,
Lupusz

(in Bezug auf Yamaha125er)
Private Nachricht senden Post #: 22
weil du... - 28.2.2014 8:13:56   
DB_Killer


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quote:

Ich persönlcih bin bei einem Unwetter das Kanaltal auf der Autobahn Richtung Italien gefahren. Dabei war der Sturm so stark, dass ich gerade noch zwischen den Leitplanken bleiben konnte. In der eigenen Autobahnspur zu bleiben war völlig unmöglich, egal was ich fahrtechnisch ausprobiert habe - das Korrigieren dauert bei extrem böigem Wind einfach länger als es die Fahrbahnbreite zulässt. Es würde einen dann gefühlt "von der Fahrbahn reissen".



...so schön genau bist...

"Zwischen den Leitplanken" = DIE Fahrbahn...(von Bankett zu Bankett die Straße, auch von Hausmauer zu Hausmauer)
Wenn es nicht möglich war dazwischen zu bleiben und es einem "von derFahrbahn riss", dann bist du verunfallt!
Vermutlich meinst du den durch Bodenmarkierungen von den anderen getrennten Fahrstreifen...

Damit Öpfe, Öpfe bleibn und Birn, Birn, goi!

_____________________________

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(in Bezug auf Lupusz)
Private Nachricht senden Post #: 23
siehst du ... - 28.2.2014 12:31:27   
Lupusz


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wie störend solche unpräzisen Aussagen sind? ;-)

Der erste Satz schildert Erlebtes, wobei ich mir die Freiheit genommen habe, den "Fahrstreifen" durch "Autobahnspur" zu ersetzen.

Der zweite Teil ist eine allgemeingültige Feststellung und mir nicht selbst passiert. - das Korrigieren dauert bei extrem böigem Wind einfach länger als es die Fahrbahnbreite zulässt.
gefolgt von einer im Konjunktiv formulierten hypothetischen Behauptung Es würde einen dann gefühlt "von der Fahrbahn reissen".

... wie schätzen wir den Mehrwert dieser Diskussion? ;-)


Mir persönlich macht es Spaß, bei entsprechenden Fragen wieder einmal über bereits Verstandenes nachzudenken.
Ich habe aber verstanden, dass wir hier einen Wirtshaustisch haben und kein technisches Forum.
Ich bin ehrlich dankbar für das Feedback!


vG,
Lupusz

(in Bezug auf DB_Killer)
Private Nachricht senden Post #: 24
darüber... - 28.2.2014 20:39:08   
DB_Killer


Beiträge: 7901
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quote:

ch habe aber verstanden, dass wir hier einen WirtshausSTAMMtisch haben und kein technisches Forum.
Ich bin ehrlich dankbar für das Feedback!



..wirst du wohl oder übel bei Schriftverkehr mit Laien nicht hinauskommen, da deine zwar richtigen Angaben Personen welche NICHT vom Fach sind wohl kaum verstehen werden.

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(in Bezug auf Lupusz)
Private Nachricht senden Post #: 25
womit - 3.3.2014 18:59:50   
BonnyandClyde


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ma glei mal sagen muß je höher des Tempo um so kritischer wirds, womit dem Fragesteller sei, im Grunde wichtigste Frage, beantwortet wäre. Aber i muß sagen top Antwort.

(in Bezug auf Lupusz)
Private Nachricht senden Post #: 26
naja - 3.3.2014 21:16:59   
Lupusz


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Hier ein Bericht der sehr einfach ein paar Prinzipien zur Fahrstabilität beschreibt:
http://www.ifz.de/tipps%20und%20Tricks/ZurFahrstabilitaetVonMotorraedern.pdf

Da der Impuls und die Kreiselkräfte mit der Geschwindigkeit steigen, wird das Fahrzeug bei Wind weniger abgelenkt.
Ich will damit nicht sagen, dass man sicherer unterwegs ist, wenn man doppelt so schnell fährt, aber ruhiger wird es auf jeden Fall.


vG,
Lupusz

< Beitrag bearbeitet von Lupusz -- 3.3.2014 21:21:20 >

(in Bezug auf BonnyandClyde)
Private Nachricht senden Post #: 27
o - 3.3.2014 23:49:14   
MK1971


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quote:

ORIGINAL: Lupusz
Da der Impuls und die Kreiselkräfte mit der Geschwindigkeit steigen, wird das Fahrzeug bei Wind weniger abgelenkt.

Dem möchte ich gerne widersprechen.
In erster Linie steigt die Trägheit durch die Geschwindigkeit.

Würde das Motorrad keinen Bodenkontakt haben, dann würde der Seitenwind es komplett zur Seite schieben, ohne es dabei zu neigen. Ich glaub das ist mal gar nicht so schlecht es zu berücksichtigen.
Es reicht aber bei starkem Seitenwind nicht wenn das Motorrad sich einfach wieder aufrichtet oder man es nur gegen den Wind legt, sondern man muß auch gegen die Windrichtung fahren. (Kann man sich vorstellen als würde man auf einer schrägen (seitlich geneigter) Straße geradeausfahren. Um das zu schaffen, muß man praktisch ständig "bergauf" fahren. Eigentlich unser typisches Kurvenverhalten.)
Ich kanns jetzt grad nicht gut erklären, aber man kann ja auch mit schrägem Motorrad geradeausfahren, wenn man sich einfach blöd auf die Seite hängt. Eine Kurve fahren, gegen die gerade Linie "enger" zu fahren ist nicht automatisch mit der Schräglage erledigt. Und das ist bei Seitenwind eben ganz wichtig. In der Kurve macht man es ja aufgrund des vorgegebenen Straßenverlaufs und nicht weil sich der Gegenwind nun schräg verändert. ;)

Weiters möchte ich noch einwerfen, wie toll sich ein Motorrad auf einem Laufband fahren läßt, nämlich gar nicht, weil keine Masseträgheit in Fahrtrichtung herrscht - soviel zu den Kreiselkräften.
Und nun stelle man sich ein Motorrad auf einem Laufband UND Seitenwind vor. So schnell kann man gar nicht schauen wie das Ding runtergeblasen wird.

Fazit: Kreiselkräfte kann man komplett vernachlässigen.
Sie sind nur da um das Geradeausfahren auf ebenenr Fahrbahn etwas einfacher zu gestalten.
Aber sobald die Straße etwas schräg ist, sobald wir eine Kurve fahren und sobald Seitenwind herrscht, spielen sie keine Rolle mehr.
Das ist auch gut so, denn sonst könnten wir NUR geradeausfahren, was unweigerlich zum Sturz führt, bei Eintreten einer der oben genannten drei Umständen.



< Beitrag bearbeitet von MK1971 -- 5.3.2014 19:06:09 >


_____________________________

Zum Streiten gehören zwei!
Aber nerven kann ma auch alleine.

Ich streite nie! Ich versuche nur
zu erklären warum ich Recht habe.

(in Bezug auf Lupusz)
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des - 5.3.2014 20:09:07   
BonnyandClyde


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" Ich will damit nicht sagen, dass man sicherer unterwegs ist, wenn man doppelt so schnell fährt, aber ruhiger wird es auf jeden Fall. "

stimmt so ned, es wird mit zunehmender Geschwindigkeit gefährlicher




< Beitrag bearbeitet von BonnyandClyde -- 5.3.2014 20:12:20 >

(in Bezug auf Lupusz)
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Es is ollas kompliziert - 6.3.2014 1:15:53   
Lupusz


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Die physikalischen Zusammenhänge beim Fahren eines Zweirades können nur mit Differntialgleichungen der Kinematik (grob, Ohne Motor, Kette, Schwinge, Beschleunigung, ...) beschrieben werden. Das Problem dabei ist dass die Maschine Motorrad so kompliziert ist, dass menschlicher Hausverstand hier falsch am Platz ist.

Gruß,
Lupusz

PS: Hier ein paar sachliche Korrekturen:

quote:

Dem möchte ich gerne widersprechen.
In erster Linie steigt die Trägheit durch die Geschwindigkeit.

Erstes newtonsches Gesetz: Die Trägheit eines Köpers ist dessen Eigenschaft, in seinem Bezugssystem seine gleichförmige Bewegung nicht zu verändern, wenn keine Kraft wirkt.
Zweites newtonsches Gesetz
Die Trägheit (Masse) m = F/a und ist also abhängig von der Beschleunigung die der Körper bei einer bestimmten Kraft erfährt. Die Geschwindigkeit beeinflusst die Trägheit nicht!

Der Impuls des Fahrzeugs wird allerdings mit steigender Geschwindigkeit größer. Deshalb erzeugt derselbe Windimpuls bei hoher Fahrzeuggeschwindigkeit einen geringeren Auslenkwinkel.
=> der Lenker wird ruhiger

quote:

Würde das Motorrad keinen Bodenkontakt haben, dann würde der Seitenwind es komplett zur Seite schieben, ohne es dabei zu neigen. Ich glaub das ist mal gar nicht so schlecht es zu berücksichtigen.

Das Fahrzeug würde sich nur dann auf idealem Eis nicht neigen, wenn der Staupunkt exakt auf Höhe des Schwerpunkts liegt. Sonst würde auf das Motorrad das Drehmoment aus dem Produkt des Abstands von Schwerpunkt zu Staupunkt multipliziert mit seitlich wirkender Kraft wirken. Dagegen wirken dann nur noch die stabilisiernden Kreiselkräfte von Rädern, Kette, Ritzel, Getriebe, Kurbelwelle, Ausgleichswelle, ... - aber daran müsste man zuerst "glauben". ;-)

quote:

Es reicht aber bei starkem Seitenwind nicht wenn das Motorrad sich einfach wieder aufrichtet oder man es nur gegen den Wind legt, sondern man muß auch gegen die Windrichtung fahren.

Wenn du vorne und hinten unterschiedlichen seitlichen! Schlupf/Drift hast, würde das wissenschaftlich stimmen. Der Effekt ist bei normalem Fahren extrem gering. Vielmehr muss man die Schräglage so "einstellen", dass das Kippmoment auf das Fahrzeug vom Wind exakt dem entgegengesetzten Kippmoment aufgrund des zum Wind versetzten Schwerpunkts entspricht (Gleichgewicht der Drehmomente um die Drehachse der Reifenaufstandspunkte)

quote:

Kann man sich vorstellen als würde man auf einer schrägen (seitlich geneigter) Straße geradeausfahren.

Völlig korrekt!

quote:


Um das zu schaffen, muß man praktisch ständig "bergauf" fahren. Eigentlich unser typisches Kurvenverhalten.

Jetzt kommt plötzlich wieder eine Kurve und auch noch ein Berg! - schräge Straße und geradeaus war schon perfekt beim Vergleich mit dem WInd!

quote:

Weiters möchte ich noch einwerfen, wie toll sich ein Motorrad auf einem Laufband fahren läßt, nämlich gar nicht, weil keine Masseträgheit in Fahrtrichtung herrscht - soviel zu den Kreiselkräften.

Das Motorrad hat zum Initialsystem Laufband eine Geschwindigkeitsdifferenz wie auf einer Fahrbahn und zusätzlich haben wir die dieselben Kreiselkräfte wie auf einer Fahrbahn.
Das Motorrad fährt auf einem Laufband genau so gut wie auf einer Fahrbahn (solange es breit genug ist für AUsgleichsbewegungen).
Um das zu "beweisen", muss man nicht unbediongt in die Physik, sondern kann auch im Internet Erkenntnis gewinnen:
https://www.youtube.com/watch?v=MWCE02HrMV4

quote:

Fazit: Kreiselkräfte kann man komplett vernachlässigen.

Ein Fazit aus dem Nichts?
Man braucht keine Kreiselmomente um stabil zu fahren, man braucht keinen Nachlauf um zu fahren, man muss nicht selbst lenken um stabil zu fahren.
Du kannst eines, oder zwei davon streichen und das Fahrzeug könnte theoretisch noch immer fahren.
Wenn du aber diese drei (Haupt)stabilisierenden Komponenten ausschaltest, funktioniert das Zweirad nicht mehr (besondere Lenkmassen, Kreisel wie in einem Segway und andere Tricks ausgeschlossen).

Und Ja, die Kreiseleffekte tragen auch meiner Berechnungen nach weniger zur Stabilisierung bei, als oft angenommen wird.
Hast du schon überlegt, dass nach der Auslenkung des Vorderrades durch das Kippen des Motorrades das Motorrad die Richtung ändert. Diese Richtungsänderung dreht das Hinterrad in Lenkrichtung und lässt so das Motorrad weiter kippen, womit wieder das Vorderrad einlenkt , ...
Solche Zusammenhänge sollte man erst dann vernachlässigen nachdem man ausgerechnet hat, dass man es nicht braucht. ;-)

Sinowatz, 1983: "Ich weiß, das klingt alles sehr kompliziert ..." - und ist es auch ;-)

< Beitrag bearbeitet von Lupusz -- 6.3.2014 1:19:51 >

(in Bezug auf MK1971)
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